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<title>Liebe</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Liebe</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">

<p><b>Liebe</b> (über <a href="Mittelhochdeutsch" class="mw-redirect" title="Mittelhochdeutsch">mittelhochdeutsch</a> <i>liep</i>, „Gutes, Angenehmes, Wertes“ von <a href="Indogermanische_Ursprache" title="Indogermanische Ursprache">indogermanisch</a> *<i>leubh-</i> gern, lieb haben, begehren<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) ist eine Bezeichnung für stärkste <a href="Zuneigung" class="mw-redirect" title="Zuneigung">Zuneigung</a> und <a href="Wertsch%C3%A4tzung" title="Wertschätzung">Wertschätzung</a>.
</p><p>Nach engerem und verbreitetem Verständnis ist Liebe ein starkes <a href="Emotion" title="Emotion">Gefühl</a>, mit der Haltung inniger und tiefer <a href="Verbundenheit" title="Verbundenheit">Verbundenheit</a> zu einer Person (oder Personengruppe), die den Zweck oder den Nutzen einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine entgegenkommende tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt. Liebe kann unabhängig davon empfunden werden, ob sie erwidert wird oder nicht.
</p><p>Insbesondere in der Entwicklung eines heranwachsenden Menschen ist die Erfahrung liebender Zuwendung unabdingbar. Absoluter Mangel an Liebe führt beim Kind zu <a href="Hospitalismus" title="Hospitalismus">Hospitalismus</a>. Fehlentwicklungen der Liebesfähigkeit sind im Sinne des „reinen“ Liebesbegriffes das Besitzdenken (<a href="Eifersucht" title="Eifersucht">Eifersucht</a>) oder verschiedene Formen der freiwilligen Abhängigkeit bzw. Aufgabe der Autonomie bis hin zur <a href="H%C3%B6rigkeit_(Psychologie)" title="Hörigkeit (Psychologie)">Hörigkeit</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Begriffliches">Begriffliches</h2></div>
<p>In anderen Sprachen werden verschiedene Begriffe unterschieden. So kennt beispielsweise das <a href="Koine" title="Koine">Koine</a>-griechische und damit die Bibel neben der <i><a href="Eros_(Philosophie)" title="Eros (Philosophie)">Eros</a></i>-Liebe (<span lang="grc-Grek" class="Grek">ἔρως</span>) die Begriffe der Freundes- oder Nächstenliebe (<span lang="grc-Grek" class="Grek">φιλία</span> <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261937631">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Latn" lang="grc-Latn" style="font-weight:normal;font-style:italic"><a href="Philia" title="Philia">Philia</a></span>, auch Bruderliebe: <span lang="grc-Grek" class="Grek">φιλαδελφία</span> <span class="Latn" lang="grc-Latn" style="font-weight:normal;font-style:italic">Philadelphia</span>) und der aufopferungsbereiten, göttlichen Liebe (<span lang="grc-Grek" class="Grek">ἀγάπη</span> <span class="Latn" lang="grc-Latn" style="font-weight:normal;font-style:italic"><a href="Agape" title="Agape">Agape</a></span>), die beide in keiner Weise sexuell konnotiert waren. (vgl. <a href="Evangelium_nach_Johannes" title="Evangelium nach Johannes"><span style="white-space:nowrap;">Joh.</span></a> 21,15&nbsp;) Dazu kommt noch <span lang="grc-Grek" class="Grek">στοργή</span> <span class="Latn" lang="grc-Latn" style="font-weight:normal;font-style:italic">(Storge)</span>, der poetisch gebrauchte Begriff für Liebe, besonders für jene zwischen Eltern und Kind.
</p><p>Im Latein wird zwischen <span lang="la">diligo</span>, <a href="Altgriechische_Sprache" title="Altgriechische Sprache">altgriechisch</a> <span lang="grc-Grek" style="font-style:normal;font-weight:normal">αγαπώ</span> auf der einen und <span lang="la">amo</span> auf der anderen Seite unterschieden, wobei letzteres auch für φιλεῖν gebraucht wird.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Dichter <a href="Catull" title="Catull">Catull</a> (1. Jahrhundert v. Chr.) unterscheidet in seinem carmen 78 <i>diligere</i>, das er mit innerfamilialer Zuneigung assoziiert, vom deutlich erotisch getönten <i>amare</i> und schließlich von <i>benevelle</i>, das in die Sphäre der Freundschaft gehört und Stetigkeit, Verlässlichkeit und Treue impliziert.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im christlichen Kontext kam noch als Übersetzung der Apage die <a href="Caritas" title="Caritas">Caritas</a> dazu, die Liebe Gottes zu den Menschen und gleichzeitig die Liebe des Menschen zu sich selbst und zum Mitmenschen.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<p>Die deutsche Sprache kennt diese Unterscheidung nicht. So wird hier nicht unterschieden, ob es sich um eine tiefe Zuneigung innerhalb eines Familienverbundes (Elternliebe, Geschwisterliebe), eine Geistesverwandtschaft, oder aber um ein körperliches Begehren handelt. Allein dieses Begehren ist als <i>körperliche Liebe</i> eng mit der <a href="Sexualit%C3%A4t" title="Sexualität">Sexualität</a> verbunden, die jedoch nicht unbedingt auch ausgelebt zu werden braucht (vgl. <a href="Platonische_Liebe" title="Platonische Liebe">platonische Liebe</a>).
</p><p>Ausgehend von dieser ersten Bedeutung wurde der Begriff in der Umgangssprache und in der <a href="Tradition" title="Tradition">Tradition</a> schon immer auch im übertragenen Sinne verwendet und steht dann allgemein für die stärkste Form der Hinwendung zu anderen Lebewesen, Dingen, Tätigkeiten oder Ideen. Diese allgemeine Interpretation versteht Liebe also zugleich als <a href="Metapher" title="Metapher">Metapher</a> für den Ausdruck tiefer Wertschätzung.
</p><p><a href="Kulturgeschichte" title="Kulturgeschichte">Kulturgeschichtlich</a> und historisch ist „Liebe“ ein schillernder Begriff, der nicht nur in der deutschen Sprache in vielfältigen Kontexten und in den unterschiedlichsten <a href="Konnotation" title="Konnotation">Konnotationen</a> verwendet wird. Das Phänomen wurde in den verschiedenen Epochen, Kulturen und Gesellschaften unterschiedlich aufgefasst und erlebt. Jede Zeit und jeder soziale Verband setzt je eigene Verhaltensregeln für den Umgang mit der Liebe. Daher können die Bedeutungsebenen der <i>Liebe</i> zwischen der sinnlichen Empfindung, dem Gefühl und der ethischen Grundhaltung wechseln.
</p><p>Liebe wird schließlich von der <a href="Verliebtheit" title="Verliebtheit">Verliebtheit</a> unterschieden. Verliebtheit ist in ihrem sehnsüchtigen Begehren vor allem auf das Wohl der verliebten Person selbst ausgerichtet, während Liebe das Wohl der geliebten Person oder Sache sucht – sogar über das Maß des Eigennutzes hinaus.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ebenso vielschichtig wie die Bedeutungen der Liebe sind die Bedeutungen ihrer <a href="Antonym" title="Antonym">Antonyme</a>. Im Hinblick auf die emotionale Anziehung zwischen Personen ist es der <a href="Hass" title="Hass">Hass</a>. Im Sinne der Abwesenheit von Liebe kann aber auch die <a href="Gleichg%C3%BCltigkeit" title="Gleichgültigkeit">Gleichgültigkeit</a> als Antagonismus angesehen werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Liebe_als_intersubjektive_Anerkennung">Liebe als intersubjektive Anerkennung</h2></div>
<p>Liebe wird häufig als eine auf den <a href="Freier_Wille" title="Freier Wille">freien Willen</a> gegründete Beziehung zwischen zwei Personen gesehen, die ihren Wert nicht im Besitz des adressierten Objekts findet, sondern sich im dialogischen Raum <i>zwischen</i> den Liebenden entfaltet. Die Liebenden erkennen einander in ihrer Existenz wechselseitig an und fördern sich „zueinander strebend“ gegenseitig.
</p><p>Liebe wird teilweise als <a href="Anomie" title="Anomie">anomisches</a> und entgrenzendes Gegenmodell zu den Beschränkungen, Anforderungen, Funktionalisierungen und Ökonomisierungen der menschlichen Alltags- und Arbeitswelt aufgefasst. Liebe ist kein bewusster oder rationaler Entschluss der Liebenden; gleichwohl ist sie nicht irrational.
</p><p>Im Sinne des Diskurses der <a href="Anerkennung" title="Anerkennung">Anerkennung</a> (zum Beispiel <a href="John_Rawls" title="John Rawls">John Rawls</a>, <a href="Axel_Honneth" title="Axel Honneth">Axel Honneth</a>) enthält Liebe die von <a href="Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel" title="Georg Wilhelm Friedrich Hegel">Hegel</a> betonte „Idee der wechselseitigen Anerkennung“, was ihr ein moralisches Fundament verleiht. Liebe ist daher für Honneth neben dem Recht und der Solidarität eines der drei „Muster <a href="Intersubjektivit%C3%A4t" title="Intersubjektivität">intersubjektiver</a> Anerkennung“.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Liebe zeichnet sich demnach in Freundschaften und in auf Liebe gegründeten Beziehungen durch emotionale Zugewandtheit und Wohlwollen aus. Das praktische Erleben von Liebe ermöglicht Selbstvertrauen und ist identitätsstiftend. Das heißt, dass im Sozialisationsprozess Forderungen an Identitätsbildung geltend gemacht werden. Zu deren Erfüllung leistet Liebe einen Beitrag, indem einer Person positive Eigenschaften zugeordnet werden und die Persönlichkeit Zustimmung erfährt. Somit bestärkt die durch Liebe erfahrene soziale Anerkennung die Herausbildung einer intakten Identität. Darüber hinaus unterscheidet beziehungsweise erweitert die moralische Grundierung Liebe auch vom reinen <a href="Triebtheorie" title="Triebtheorie">Trieb</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Liebesbegriffe_in_der_Antike">Liebesbegriffe in der Antike</h2></div>
<div class="float-right" style="width:300px; margin:0 0 1em 1em;">
<table style="Border: solid 1px #993300; border-collapse: collapse;">
<tbody><tr>
<td style="border:1px solid #993300;background-color:#ffffde; padding:0.5em;"><table class="mw-hiero-table mw-hiero-outer" dir="ltr"><tbody><tr><td> <table class="mw-hiero-table"><tbody><tr> <td></td></tr></tbody></table> </td></tr></tbody></table>
</td>
<td style="Border: solid 1px #993300; padding:0.2em;">Determinativ von Tätigkeiten, die mit dem Mund oder dem Kopf ausgeführt werden, wie z. B. „essen“ (wnm), „trinken“ (sw(r)j), „sprechen“ (mdwj), „denken“ (k3j), „fühlen“ (jb), „berichten“ (smj), „schweigen“ (sgr) und „lieben“ (mrj)
</td></tr>
<tr>
<td style="border:1px solid #993300;background-color:#ffffde;"><table class="mw-hiero-table mw-hiero-outer" dir="ltr"><tbody><tr><td> <table class="mw-hiero-table"><tbody><tr> <td></td></tr></tbody></table> </td></tr></tbody></table>
</td>
<td style="Border: solid 1px #993300; padding:0.2em;">Determinativ und Ideogramm für Kanal, lieben, Fluss, See und Nil.
</td></tr>
<tr>
<td style="border:1px solid #993300;background-color:#ffffde; padding:0.2em;"><table class="mw-hiero-table mw-hiero-outer" dir="ltr"><tbody><tr><td> <table class="mw-hiero-table"><tbody><tr> <td></td></tr></tbody></table><table class="mw-hiero-table"><tbody><tr> <td></td></tr></tbody></table> </td></tr></tbody></table>
</td>
<td style="Border: solid 1px #993300; padding:0.2em;">(mr) Determinativ und Ideogramm für lieben (nur Ideogramm), aufhacken und Boden kultivieren.
</td></tr></tbody></table>
</div>
<p>Die ägyptische Antike hat Schriftzeugnisse hinterlassen, die einem gänzlich von dem unseren verschiedenen Sprachkonzept folgen, während die mündlichen Äußerungen dieser Sprache nur mühsam rekonstruiert werden können. Immerhin sind einige Zeichen, wie nebenstehend, bekannt. (Siehe <a href="Gardiner-Liste" title="Gardiner-Liste">Gardiner-Liste</a>)
</p><p><a href="Altgriechisch" class="mw-redirect" title="Altgriechisch">Altgriechisch</a> unterscheidet mehrere Wörter für Liebe. Zwar war es historisch teilweise schwierig, die Bedeutungen dieser Wörter vollständig zu trennen; so hat der altgriechische Text der Bibel Beispiele dafür, dass das Verb <i>agapao</i> (<span lang="grc-Grek" class="Grek">ἀγαπάω</span>) ähnlich wie <i>phileo</i> (<span lang="grc-Grek" class="Grek">φιλέω</span>) verstanden werden konnte. Doch wird die abendländische Auffassung von Liebe von der Dreiteilung der antiken Terminologie geprägt. Diese umfasst drei Begriffe, die unterschiedliche Formen von Liebe bezeichneten:<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li><i><a href="Eros_(Philosophie)" title="Eros (Philosophie)">Éros</a></i>&nbsp;– bezeichnet die sinnlich-erotische Liebe, das Begehren des geliebten Objekts, den Wunsch nach Geliebt-Werden, die <a href="Leidenschaft" title="Leidenschaft">Leidenschaft</a>, aber nach Plato auch die begeisterte Liebe, die auf ein höheres Ziel gerichtet werden soll.</li>
<li><i><a href="Philia" title="Philia">Philía</a></i>&nbsp;– bezeichnet die Freundesliebe, wie auch die Bruderliebe.</li>
<li><i><a href="Agape" title="Agape">Agápe</a></i>&nbsp;– bezeichnet die selbstlose und fördernde Liebe, auch <a href="N%C3%A4chstenliebe" title="Nächstenliebe">Nächstenliebe</a> und <a href="Feindesliebe" title="Feindesliebe">Feindesliebe</a>.</li></ul>
<p>Daneben gab es noch Verwandtschaft oder Vertrautheit (auf Griechisch <span lang="grc-Grek" class="Grek">στοργή</span> <span class="Latn" lang="grc-Latn" style="font-weight:normal;font-style:italic">storge</span>). Wie nah sich die Begriffe waren, zeigt sich wohl darin, dass dem Middle Liddell zufolge <span lang="grc-Grek" class="Grek">ἀγαπάω</span> in antiken Texten mit „liebevoll behandeln, liebkosen, lieben“ zu übersetzen ist.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Später wird in <a href="Evangelium_nach_Markus" title="Evangelium nach Markus"><span style="white-space:nowrap;">Markus</span></a> 12,31&nbsp; dieses Wort für eine Übersetzung des hebräischen <span lang="ohb">אָהֵב</span> [<style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r227981795">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="navigation-not-searchable"><span class="IPA"><a href="Liste_der_IPA-Zeichen" title="Liste der IPA-Zeichen"><span title="Aussprache im Internationalen Phonetischen Alphabet (IPA)" lang="zxx">ahev</span></a></span></span>] gebraucht.
</p><p>Dieser hebräische Begriff, den Jesus hier im Gebot, „Liebe Deinen Nächsten, wie dich selbst“ aus <a href="Levitikus" title="Levitikus"><span style="white-space:nowrap;">3. Mose</span></a> 19,18&nbsp; zitiert, unterscheidet wiederum nicht zwischen Nächstenliebe, innerfamiliärer Liebe und dem sexuellen Aspekt, der wiederum jedoch meist mit einem ganzheitlichen, also auch aktiv handelnden <i>Erkennen</i> <span lang="ohb">יָדַע</span> [<span class="navigation-not-searchable"><span class="IPA"><a href="Liste_der_IPA-Zeichen" title="Liste der IPA-Zeichen"><span title="Aussprache im Internationalen Phonetischen Alphabet (IPA)" lang="zxx">jada</span></a></span></span>], wie in <a href="Genesis_(Bibel)" title="Genesis (Bibel)"><span style="white-space:nowrap;">Gen.</span></a> 4,1&nbsp; ausgedrückt wird.
</p><p>Die <a href="Lateinische_Sprache" class="mw-redirect" title="Lateinische Sprache">lateinische Sprache</a> hat verschiedene Wörter, die ins heutige deutsche Wort „Liebe“ übersetzt werden können. <i>Amo</i> ist das grundlegende Verb, das „ich liebe“, mit dem Infinitiv <i>amare</i> (lieben), wie es heute noch auf <a href="Italienische_Sprache" title="Italienische Sprache">Italienisch</a> heißt. Die Römer benutzten es sowohl im Sinne einer innig wohlwollenden Zuwendung, als auch im Sinne sexuellen Begehrens. Das entsprechende <a href="Substantiv" title="Substantiv">Substantiv</a> ist <i>amor</i> (die Bedeutung dieses Begriffs für die Römer wird dadurch deutlich, dass der Name der Stadt Rom – lateinisch: Roma – ein Anagramm für <i>amor</i> ist, das in der <a href="Antike" title="Antike">Antike</a> in weiten Kreisen als geheimer Name der Stadt verwendet wurde) und auch in der Pluralform verwendet wird, um <a href="Liebesaff%C3%A4re" class="mw-redirect" title="Liebesaffäre">Liebesaffären</a> oder sexuelle Abenteuer anzuzeigen. Dieselbe Wurzel produziert auch <i>amicus</i> (Freund) und <i>amicitia</i> (Freundschaft, oft zum gegenseitigen Vorteil, womit es manchmal eher „Verschuldung“ oder „Einfluss“ entspricht). <a href="Cicero" class="mw-redirect" title="Cicero">Cicero</a> schrieb eine Abhandlung mit dem Titel <i><a href="Laelius_de_amicitia" title="Laelius de amicitia">Laelius de amicitia</a></i>, die den Begriff ausführlich diskutiert. <a href="Ovid" title="Ovid">Ovid</a> schrieb einen Leitfaden zur Datierung mit dem Namen <i><a href="Ars_amatoria" title="Ars amatoria">Ars amatoria</a></i> (<i>Die Kunst der Liebe</i>), der alles von außerehelichen Angelegenheiten bis hin zu überfürsorglichen Eltern behandelt.
</p><p>Die genauen Bedeutungen und Schwerpunkte der Begriffe haben sich im Laufe der Zeit verändert, sodass&nbsp;– im Gegensatz zum ursprünglich Gemeinten&nbsp;– unter „platonischer Liebe“ heute ein rein geistig-seelisches Prinzip ohne körperliche Beteiligung und Besitzwunsch verstanden wird, dem das leiblich-erotische Modell von geschlechtlicher Liebe schroff gegenübergestellt wird.
</p><p>Im Laufe der Zeiten wurden diese Grundformen der Liebe immer wieder differenziert. So bezeichnet man manchmal die spielerisch-sexuelle Liebe als <i>ludus</i>, die besitzergreifende Liebe als <i><a href="Manie" title="Manie">mania</a></i> und die auf Vernunftgründen basierende Liebe als <i>pragma</i>. Ein besonderes Liebesverhältnis stellt in <a href="Theismus" title="Theismus">theistischen</a> Religionen auch jenes zwischen der erbarmenden Liebe Gottes zu den Menschen und der verehrenden Liebe der Menschen zu Gott dar (Oberbegriff für beides ist <a href="Gottesliebe" title="Gottesliebe">Gottesliebe</a>).
</p><p>In Anlehnung an diese Dreiteilung kann man die Ausprägungen des Phänomens der Liebe in <i>Empfindung</i>, <i>Gefühl</i> und <i>Haltung</i> unterscheiden:
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Liebesgefühle"><span id="Liebesgef.C3.BChle"></span>Liebesgefühle</h2></div>
<p>Unter Liebesgefühlen versteht man ein komplexes, vielfältiges Spektrum unterschiedlicher Empfindungen und Haltungen gegenüber verschiedenen Arten möglicher Liebesobjekte, in denen die sinnlich-erotische Komponente nur sekundär von Bedeutung ist. Sie führen zu einer Hinwendung und Zuwendung zum anderen, dem Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit geschenkt werden.
</p><p>Sympathie, Freundschaft, Fürsorge und emotionale Liebe sind Erscheinungen, in denen Liebesgefühle eine große Rolle spielen. Ebenso können die <a href="Kontemplation" title="Kontemplation">kontemplative</a> Liebe (zum Beispiel zur Natur), die aktive sorgende Liebe um den Nächsten (<i><a href="Karitas" class="mw-redirect" title="Karitas">Karitas</a></i>), die religiöse bzw. <a href="Mystik" title="Mystik">mystische</a> Liebe und das <a href="Mitleid" title="Mitleid">Mitleid</a> hierzu gerechnet werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Liebeshaltung">Liebeshaltung</h2></div>
<p>Dies bezeichnet die innere Haltung gegenüber der geliebten Person, um ihrer selbst willen zu handeln und durch das eigene Verhalten deren Wohlergehen und Glück zu befördern.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Art_des_Liebesobjekts">Art des Liebesobjekts</h2></div>
<ul><li><b>Selbstliebe:</b> <a href="Selbstliebe" title="Selbstliebe">Selbstliebe</a> wird in der Regel als immer vorhanden angesehen; von einigen auch als die Voraussetzung zur Fähigkeit zum Lieben und zur Nächstenliebe angesehen, wobei nach Auffassung <a href="Erich_Fromm" title="Erich Fromm">Erich Fromms</a> (1900–1980) Selbstsucht Selbsthass bedeute. <a href="Selbstsucht" class="mw-redirect" title="Selbstsucht">Selbstsucht</a> äußere sich in der Liebe durch besitzgieriges Interesse. Fromm behauptete weiterhin, dass zu starke <a href="Altruismus" title="Altruismus">Selbstlosigkeit</a> keine Tugend sei, sondern ein <a href="Symptom" title="Symptom">Symptom</a>, durch das unbeabsichtigter Schaden entstehen könne. Körperliche Selbstliebe wird auch als <a href="Masturbation" title="Masturbation">Masturbation</a> ausgelebt, welche die sexuelle Entwicklung fördere.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Überhöhte Eigenliebe oder <a href="Psychopathologie" title="Psychopathologie">pathologische</a> Eigenliebe wird als <a href="Narzissmus" title="Narzissmus">Narzissmus</a> bezeichnet.</li>
<li><b>Partnerliebe:</b> Die <i>geschlechtliche</i> Liebe kann in gegengeschlechtliche (<a href="Heterosexualit%C3%A4t" title="Heterosexualität">Heterosexualität</a>) und gleichgeschlechtliche Liebe (<a href="Homosexualit%C3%A4t" title="Homosexualität">Homosexualität</a>) unterschieden werden und findet oft in Liebesbeziehungen Ausdruck, für die in heutigen europäischen Kulturen das Ideal der Partnerschaft betont wird, vermischt mit dem angeblich höfischen Ideal der romantischen Liebe, das wohl tatsächlich erst der Romantik entstammt. Robert C. Solomon hält die romantische Liebe dementsprechend für nichts, was dem Menschen grundsätzlich inhärent wäre, sondern für ein Konstrukt moderner westlicher Kulturen.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der Gesellschaft hat die eheliche Liebe häufig eine institutionell bedeutsame Rolle und nimmt oftmals <a href="Exklusivit%C3%A4t" class="mw-redirect" title="Exklusivität">Exklusivität</a> für sich in Anspruch (siehe <a href="Monogamie" title="Monogamie">Monogamie</a>). Nicht auf exklusiven <a href="Zweierbeziehung" title="Zweierbeziehung">Zweierbeziehungen</a> beruhende Liebesmodelle (<a href="Vielehe" title="Vielehe">Polygamie</a>) spielen in außereuropäischen Kulturen und in den letzten Jahrzehnten in seltenen Fällen auch im Westen („<a href="Polyamorie" title="Polyamorie">Polyamorie</a>“), z.&nbsp;B. in subkulturellen Lebensformen, eine Rolle.</li></ul>

<ul><li><b>Familiäre Liebe:</b> Neben der partnerschaftlichen Liebe sind insbesondere die Liebe zwischen (engen) Verwandten (<a href="Vaterliebe" title="Vaterliebe">Vaterliebe</a>, <a href="Mutterliebe" title="Mutterliebe">Mutterliebe</a>, <a href="Kindliche_Piet%C3%A4t" title="Kindliche Pietät">Kindesliebe</a>) und die Freundesliebe in menschlichen Gemeinschaften von größter Bedeutung.</li>
<li><b>Nächstenliebe:</b> Die <a href="N%C3%A4chstenliebe" title="Nächstenliebe">Nächstenliebe</a> gilt im Sinne von Religion und Ethik primär den Bedürftigen, während die <a href="Philanthropie" title="Philanthropie">Philanthropie</a> sie zur allgemeinen Menschenliebe ausdehnt (vgl. <a href="Menschlichkeit" title="Menschlichkeit">Menschlichkeit</a>). Die <a href="Feindesliebe" title="Feindesliebe">Feindesliebe</a> ist eine im <a href="Neues_Testament" title="Neues Testament">Neuen Testament</a> auf Feinde bezogene Nächstenliebe, die oft als christliche Besonderheit gilt, aber auch in anderen Religionen vorkommt – so zum Beispiel im hawaiischen <i><a href="Ho%CA%BBoponopono" title="Hoʻoponopono">Hoʻoponopono</a></i>, bei dem sie sich als „den anderen loslassen“ ausprägt. Ein weiteres Konzept ist das Konzept der <a href="Fernstenliebe" class="mw-redirect" title="Fernstenliebe">Fernstenliebe</a>.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Da in der Agape bzw. Caritas nach <a href="Brief_des_Paulus_an_die_R%C3%B6mer" title="Brief des Paulus an die Römer"><span style="white-space:nowrap;">Röm</span></a> 13,10&nbsp; alle Gebote der <a href="Tora" title="Tora">Tora</a> erfüllt sind, konnte der Kirchenvater <a href="Augustinus_von_Hippo" title="Augustinus von Hippo">Augustinus von Hippo</a> auffordern: „Dilige, et quod vis, fac! Liebe, und tu, was du willst.“ Insofern kann die Liebe theologisch als Grundlage der menschlichen <a href="Freiheit" title="Freiheit">Freiheit</a> verstanden werden.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><b>Objekt- und Ideenliebe:</b> Insbesondere in jüngerer Zeit ins Zentrum gesellschaftlicher Begriffe gerückt sind in <a href="Westliche_Welt" title="Westliche Welt">westlichen Kulturen</a> auch <a href="Tierliebe" title="Tierliebe">Tierliebe</a> oder die Liebe zur Natur. In der weitesten sprachlichen Auslegung „liebt“ man darüber hinaus seine Hobbys oder Leidenschaften und kann diese dann auch als Liebhaberei oder Vorlieben bezeichnen. Auch Ideale können demnach geliebt werden, etwa durch den Begriff „Freiheitsliebe“ dargestellt, aber auch Zugehörigkeiten wie <a href="Vaterlandsliebe" class="mw-redirect" title="Vaterlandsliebe">Vaterlandsliebe</a> (Patriotismus).</li>
<li><b>Gottesliebe:</b> Eine besondere Rolle nimmt die <a href="Gottesliebe" title="Gottesliebe">Gottesliebe</a> ein, in ihrer allgemeinen Form die in verschiedenen (keinesfalls allen) Religionen vorausgesetzte Liebe Gottes zu seiner Schöpfung und insbesondere dem Menschen. Der gleiche Begriff bezeichnet auch die Liebe zu einem Gott.</li>
<li><b>„Objektlose Liebe“:</b> Liebe als Grundhaltung benötigt für christliche <a href="Mystik" title="Mystik">Mystiker</a> wie <a href="Meister_Eckhart" title="Meister Eckhart">Meister Eckhart</a> kein <a href="Objekt_(Philosophie)" title="Objekt (Philosophie)">Objekt</a>. Liebe wird hier als bedingungsloses <i>Öffnen</i> verstanden. Der Philosoph und <a href="Metaphysik" title="Metaphysik">Metaphysiker</a> <a href="Jean_%C3%89mile_Charon" title="Jean Émile Charon">Jean Émile Charon</a> bezeichnet diese „universale“ Liebe als „Finalität der Evolution“ und „Selbsttranszendenz des Universums“.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausdrucksformen">Ausdrucksformen</h2></div>

<p>Liebe, insbesondere <a href="Verliebtheit" title="Verliebtheit">Verliebtheit</a> („Verliebtsein“) kann sich nonverbal, etwa durch Blicke, Mimik, Unruhe oder Körperhaltung ausdrücken. Beruht die Liebe auf Gegenseitigkeit, drückt der Mensch sie durch Zärtlichkeiten, insbesondere <a href="Kuss" title="Kuss">Küssen</a> und Berührungen wie das <a href="H%C3%A4ndchenhalten" title="Händchenhalten">Händchenhalten</a> aus. Die körperliche Vereinigung kann dabei als intimste Ausdrucksform der Liebe dienen. Verbale Ausdrucksformen sind in erster Linie Bezeichnungen der oder des Geliebten, meistens in Form von <a href="Kompliment" title="Kompliment">Komplimenten</a> und Koseworten bzw. <a href="Kosename" title="Kosename">Kosenamen</a> wie „Liebling“ oder „Schatz“.
</p><p>Besondere, konventionelle Formen sind die „Liebeserklärung“ oder der <a href="Liebesbrief" title="Liebesbrief">Liebesbrief</a>, die auch in der Literatur eine besondere Würdigung erfuhren. Auch <a href="Ritual" title="Ritual">Rituale</a> wie die <a href="Verl%C3%B6bnis" class="mw-redirect" title="Verlöbnis">Verlobung</a> oder Symbole wie der <a href="Ring_(Schmuck)#Verlobungsring" title="Ring (Schmuck)">Verlobungsring</a> gehören hierzu.
</p><p>Das Ideal einer „Liebe als Verehrung“ unter Ausschluss einer konkreten körperlichen Beziehung gehört eher in die (Literatur-)Geschichte und fand dort eine besondere Form in der sogenannten „<a href="Hohe_Minne" title="Hohe Minne">hohen Minne</a>“, ein Begriff, den <a href="Walther_von_der_Vogelweide" title="Walther von der Vogelweide">Walther von der Vogelweide</a> als Gegenbegriff zur „nideren minne“, also der körperlich erfüllten <a href="Minne" title="Minne">Minne</a>, verwendet. In dieser poetischen Form der Liebe bleibt die „<a href="Frouwe" title="Frouwe">frouwe</a>“ unerreichbar. Für Evangelia Tsiavou enthält die höfische Liebe unter Bezugnahme auf <a href="Niklas_Luhmann" title="Niklas Luhmann">Niklas Luhmann</a> eine stark <a href="Masochismus" title="Masochismus">masochistische</a> Komponente.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kulturelle_Symbole_für_Liebe"><span id="Kulturelle_Symbole_f.C3.BCr_Liebe"></span>Kulturelle Symbole für Liebe</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Herz">Herz</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Herz_(Symbol)" title="Herz (Symbol)">Herz (Symbol)</a></i></div>

<p>Die Herzform (♥) ist ein <a href="Ideogramm" class="mw-redirect" title="Ideogramm">Ideogramm</a>, das die Idee des „<a href="Herz" title="Herz">Herzens</a>“ in seinem metaphorischen oder symbolischen Sinn als Zentrum der Emotionen, einschließlich Zuneigung und Liebe, besonders der romantischen Liebe, ausdrückt. Das „verwundete Herz“, das die Liebeskrankheit anzeigt, wurde als Herzsymbol dargestellt, das mit einem Pfeil durchbohrt wurde (Amors), oder als Herzsymbol, das in zwei oder mehr Teilen „gebrochen“ wurde.
</p><p>Die Kombination der Herzform und ihrer Verwendung innerhalb der Herzmetapher entwickelte sich am Ende des <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalters</a>, obwohl die Form in vielen <a href="Epigraph_(Literatur)" title="Epigraph (Literatur)">epigraphischen</a> Denkmälern und Texten bereits in der Antike verwendet wurde. Mit möglichen frühen Beispielen oder direkten Vorgängern im 13. bis 14. Jahrhundert entwickelte sich im 15. Jahrhundert das bekannte Symbol des Herzens, das die Liebe darstellt, und wurde in Europa im Laufe des 16. Jahrhunderts populär. Seit dem 19. Jahrhundert wird das Symbol oft auf <a href="Valentinstag" title="Valentinstag">Valentinstags</a>-Karten, Süßigkeitenschachteln und ähnlichen populären Kulturartefakten als Symbol für romantische Liebe verwendet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Claddagh">Claddagh</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Claddagh-Ring" title="Claddagh-Ring">Claddagh-Ring</a></i></div>

<p>Der Claddagh-Ring (<a href="Irische_Sprache" title="Irische Sprache">Gaeilge</a>: <i>fáinne Chladaigh</i>) ist ein traditioneller <a href="Irland" title="Irland">irischer</a> Ring, der für Liebe, Loyalität und Freundschaft steht (die Hände stehen für Freundschaft, das Herz für Liebe und die Krone für Loyalität).
</p><p>Die Gestaltung und die damit verbundenen Bräuche stammen aus dem gleichnamigen irischen Fischerdorf in <a href="Galway" title="Galway">Galway</a>. Der Ring, wie heute bekannt, wurde erstmals im 17. Jahrhundert hergestellt. Der Legende von Claddagh nach fischte ein junger Mann namens Richard mit anderen Männern aus seiner Familie auf See, als sie von Piraten gefangen und als Sklaven nach Afrika gebracht wurden. Jahre vergingen, viele der irischen Fischer starben und Richard war unglücklich, weil er nur zu seiner Geliebten zurückkehren wollte, die in Irland war. Um seinen Geist aufrechtzuerhalten und die Hoffnung in seinem Herzen zu erhalten, stahl Richard jeden Tag einen winzigen Fleck Gold von seinen Sklavenmeistern in der Goldschmiede, wo er die Feuer pflegte. Jahre vergingen, und mit seinen kleinen Goldstücken konnte er endlich einen Ring anfertigen. Es war seine Hoffnung, dass er trotz allem, was fast unmöglich schien, in sein Dorf zurückkehren und den Ring seiner wahren Liebe schenken würde.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Amor">Amor</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Amor_(Mythologie)" title="Amor (Mythologie)">Amor (Mythologie)</a></i></div>

<p>Amor ist eines der berühmtesten Liebessymbole. Er wird oft dargestellt als neckisches, geflügeltes Kind mit <a href="Pfeil_und_Bogen" title="Pfeil und Bogen">Pfeil und Bogen</a>. Die Pfeile bedeuten Wünsche und Emotionen der Liebe, und Amor zielt diese Pfeile auf Götter und Menschen, wodurch sie sich tief verlieben. Amor hat immer eine Rolle bei den Feierlichkeiten der Liebe und der Liebenden gespielt. Im alten Griechenland war er bekannt als <a href="Eros_(Mythologie)" title="Eros (Mythologie)">Eros</a>, der junge Sohn der <a href="Aphrodite" title="Aphrodite">Aphrodite</a>, der Göttin der Liebe und Schönheit.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rote_Rose">Rote Rose</h3></div>
<p>Die alten Griechen behandelten die Rose als heiliges Wahrzeichen der Schönheit der <a href="Aphrodite" title="Aphrodite">Aphrodite</a>. Nach einer alten Legende wuchs die rote Rose aus dem Blut des Gottes <a href="Adonis" title="Adonis">Adonis</a>. Die Rose wird auch mit römischen Gottheiten wie <a href="Hekate" title="Hekate">Hekate</a> und <a href="Bacchus" title="Bacchus">Bacchus</a> sowie den <a href="Drei_Grazien" class="mw-redirect" title="Drei Grazien">Drei Grazien</a> in Verbindung gebracht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schwan">Schwan</h3></div>
<p><a href="Schw%C3%A4ne" title="Schwäne">Schwäne</a> haben viele verschiedene Bedeutungen in Mythos und Folklore. Sie symbolisieren neben Freiheit, Gemeinschaft und Loyalität insbesondere (<a href="Monogam" class="mw-redirect" title="Monogam">monogame</a>) Liebe und Treue. Der Schwan ist ein weiteres Symbol der Jungfrau Maria und steht für ihre Reinheit und Liebe. Nach englischer und <a href="Keltisch" class="mw-redirect" title="Keltisch">keltischer</a> Tradition ist der Schwan ein mächtiges und uraltes Krafttier. Hier wird der Schwan mit Göttinnen des Heilwassers in Verbindung gebracht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Historische_Evolution_des_Begriffes_der_geschlechtlichen_Liebe">Historische Evolution des Begriffes der geschlechtlichen Liebe</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Antike">Antike</h3></div>
<p>In der antiken Welt war die Sexualmoral von keinerlei religiösen Tabus berührt. Das gilt auch für die gleichgeschlechtliche Liebe, für die die Lebensverhältnisse der griechischen Kriegergesellschaft begünstigende Rahmenbedingungen bot. In dieser männerzentrierten Gesellschaft war der Umgang mit weiblichen Mitgliedern der eigenen Gesellschaftsschicht auf ein Minimum beschränkt, während der freie sexuelle Verkehr mit Sklavinnen von Gefühlen weitgehend frei war. Erst im <a href="Hellenismus" title="Hellenismus">Hellenismus</a> entstehen heterosexuelle Ehenormen, die sich z.&nbsp;B. in den Komödien des <a href="Menander" title="Menander">Menander</a> niederschlagen. Für das frühe Rom als Ackerbaugesellschaft erschienen die wichtigen Fruchtbarkeitskulte immer durch orgiastische Ausschweifungen gefährdet. Die Liebesgöttin <a href="Venus_(Mythologie)" title="Venus (Mythologie)">Venus</a> wurde in diesem Sinne enterotisiert und „domestiziert“, die Kulte wurden durch Integration in den Staatskult entschärft, die individuellen Bedürfnisse wurden stärker durch einen sozialen Verhaltenskodex normiert und die Ehe wurde entsexualisiert. Jede Form starker emotionaler Zuneigung erschien problematisch für die Erhaltung der <i>virtus</i>, der männlichen Tugend, und stellte die Einhaltung der staatsbürgerlichen Pflichten in Frage. Die Liebe spielte also eine untergeordnete Rolle; die Rolle der ehelichen Sexualität hingegen war auf die Zeugung legaler Erben festgelegt. Die Ehe wurde zum Rechtsgeschäft. Manchmal waren monogame Konkubinate sogar häufiger als vollgültige Ehen, da bei Konkubinaten auf Rangunterschiede keinerlei Rücksicht genommen werden musste und Emotionen eine größere Rolle spielten; doch waren Unfreie selbst vom Konkubinat ausgeschlossen.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der christlich geprägten Spätantike eröffnete die zunehmende Sexualunterdrückung den Weg zu neuen Formen sublimierter Erotik, z.&nbsp;B. im Rahmen <a href="Askese" title="Askese">asketischer</a> Lebensformen. Die christliche Forderung nach dem Vorrang der Gottesliebe (z.&nbsp;B. bei <a href="Augustinus_von_Hippo" title="Augustinus von Hippo">Augustinus</a>) konfligierte mit den Ansprüchen der Familie und eröffnete mit der Durchsetzung des Vorrangs des individuellen spirituellen Heils gegenüber dem Wohlergehen der Familie den Weg zur (freilich viel später erfolgenden) Individualisierung der Gesellschaft.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit seiner Lehre, dass den Frauen nicht ihre Jungfräulichkeit per se, sondern ihre Liebe zu Christus den Himmel öffnen würde, wollte Augustinus offenbar verheiratete Frauen aufwerten und die Situation von Witwen verbessern.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Doch die emanzipativen Wirkungen des neuen Glaubens wurde bald durch die Kirchenväter gebremst, die die Natur der Frau mit dem Teufel in Verbindung brachten.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Mittelalter">Mittelalter</h3></div>
<p>Unter dem Einfluss des Christentums entwickelte sich die Ehe bis zum 10. Jahrhundert zur religiösen Institution. Für das vom Christentum geprägte frühe Mittelalter waren Körperfeindlichkeit und die Eindämmung der Geschlechtlichkeit des Menschen geradezu kulturbestimmend. Alle nicht institutionell gebundene geschlechtliche Liebe war als „Sünde“ gebrandmarkt.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Erst ab dem späten 11. und dem 12. Jahrhundert kam es zur Ausbildung emotionaler Formen, die der Liebe im antiken und heutigen Sinn nahekommen. Dass der deutliche Bruch des frühen Mittelalters mit den antiken erotischen Traditionen früher nicht erkannt wurde, liegt möglicherweise daran, dass das Wort <i>amor</i> in frühmittelalterlichen Texten fälschlicherweise generell mit „Liebe“ und nicht mit „körperlicher Begierde“ übersetzt oder z.&nbsp;B. als materielles Interesse des Mannes an einer reichen Frau gedeutet wurde. Noch im England des 11. Jahrhunderts konnten Frauen wie Sachen gekauft werden. Vor dem 12. Jahrhundert hat sich tatsächlich kein Text erhalten, den man zur <a href="Liebeslyrik" title="Liebeslyrik">Liebeslyrik</a> zählen könnte.
</p>

<p>Erst die hochmittelalterliche Mystik mit ihrer Idee der liebenden Gottesbegegnung und der Christusliebe (so bei <a href="Hugo_von_St._Viktor" title="Hugo von St. Viktor">Hugo von St. Viktor</a> und <a href="Richard_von_St._Viktor" title="Richard von St. Viktor">Richard von St. Viktor</a>) bereitete auch den Weg für die irdische Liebe. Dies spiegelte sich in der Wiederentdeckung antiker Stoffe von Liebespaaren und in ersten Liebesromanen, z.&nbsp;B. im <a href="Artus" title="Artus">Artusritterroman</a> von <a href="Chr%C3%A9tien_de_Troyes" title="Chrétien de Troyes">Chrétien de Troyes</a>, der auch die deutsche Epik beeinflusste. Die Tendenz der Wiederentdeckung der Liebe betraf zunächst jedoch nur die Oberschichten.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Renaissance,_Reformation,_Frühkapitalismus"><span id="Renaissance.2C_Reformation.2C_Fr.C3.BChkapitalismus"></span>Renaissance, Reformation, Frühkapitalismus</h3></div>
<p>Mit der Renaissance weitete sich der Diskurs über die Liebe aus; gleichzeitig wurde die sinnliche Liebe wieder in ihr Recht eingesetzt. Die geistlich verordnete Enthaltsamkeit mit Askese, <a href="Z%C3%B6libat" title="Zölibat">Zölibat</a> und <a href="Virginit%C3%A4t" class="mw-redirect" title="Virginität">Virginität</a> wurde zurückgedrängt. Die Reformation brachte in Deutschland geradezu eine Sexualrevolution hervor. <a href="Luther" class="mw-redirect" title="Luther">Luther</a> bezog die Geschlechtlichkeit des Menschen mit in den Schöpfungsglauben ein. Er sah in der Liebe eine Naturmacht, nicht etwas, das im Belieben des Menschen steht. Seine Konzeption bindet die Befriedigung der Sinnlichkeit und die seelische Liebe in die Ehe ein; doch blieb die Vorstellung der Sündigkeit der Liebe erhalten, da sie aufgrund der Sünde Adams nicht mehr rein sei („<a href="Erbs%C3%BCnde" title="Erbsünde">Erbsünde</a>“). Die Liebe bestehe nicht mehr aus der reinen Hingabe, sondern im Lustgewinn am Anderen. Eine Folge dieser Auffassung der Liebe als Selbstzweck war die Ausbreitung der freien Liebe neben der gebundenen. In gehobenen Schichten wurde der vor- und zwischeneheliche Geschlechtsverkehr üblich. Seit dem 14. Jahrhundert nahm auch die Prostitution zu.
</p><p>In der Zeit der Expansion kapitalistischer Geldwirtschaft erschien die Trias von Liebe, Ehe und Sinnlichkeit nur noch schwer realisierbar, wofür der Roman <i><a href="Moll_Flanders" title="Moll Flanders">Moll Flanders</a></i> von <a href="Daniel_Defoe" title="Daniel Defoe">Daniel Defoe</a> beispielhaft steht. Das Aufkommen von Heiratsanzeigen 1695 in England signalisierte die Kommerzialisierung der Ehe. Erotik und Emotionen wurden tendenziell zur Ware.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Höfische_Kultur,_Klassik_und_Romantik"><span id="H.C3.B6fische_Kultur.2C_Klassik_und_Romantik"></span>Höfische Kultur, Klassik und Romantik</h3></div>
<p>An den Höfen entstand seit etwa 1500 eine neue ausgehaltene Frauenschicht: die der <a href="Kurtisane" title="Kurtisane">Kurtisanen</a>. Sie galten zunächst als illegitime Liebesdienerinnen, doch ihre zunehmende öffentliche Anerkennung befreite diese Art illegitimer Liebesbeziehung von ihrem Makel. Die oft hochgebildeten Kurtisanen wie etwa <a href="Ninon_de_Lenclos" title="Ninon de Lenclos">Ninon de Lenclos</a> wurden sogar zu Sozialmodellen vieler Frauen der gehobenen Stände und beeinflussten oft auch die Politik.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Institutionalisierung des Kurtisanentums führte zum von der Kirche geduldeten <a href="M%C3%A4tresse" title="Mätresse">Mätressentum</a>.
</p><p>In der von der höfischen Kultur des Absolutismus geprägten französischen Klassik stieg die Liebe „zum höchsten Rang unter den tragischen, der alltäglichen Wirklichkeit entzogenen Gegenständen“ auf. Auch im deutschen <a href="Sturm_und_Drang" title="Sturm und Drang">Sturm und Drang</a> wurde die absolute, besitzergreifende Liebe – nunmehr auch zwischen Bürgerlichen – überhöht und erhielt eine „tragische Würde“. Erst im realistischen französischen Sittenroman und der <i><a href="Com%C3%A9die_larmoyante" class="mw-redirect" title="Comédie larmoyante">Comédie larmoyante</a></i> des 18. Jahrhunderts (zuerst bei <a href="Pierre-Claude_Nivelle_de_La_Chauss%C3%A9e" title="Pierre-Claude Nivelle de La Chaussée">Pierre-Claude Nivelle de La Chaussée</a>, der in seinen Werken die strikte Trennung zwischen Tragödie und Komödie aufhob) erhielt die Liebe eine Beziehung zur Lebenswirklichkeit der meisten Menschen, verlor jedoch dadurch ihre tragische Würde.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine zentrale Rolle spielt der Liebesbegriff in der europäischen <a href="Romantik" title="Romantik">Romantik</a> (ca. 1795–1848), zugespitzt etwa bei <a href="Friedrich_H%C3%B6lderlin" title="Friedrich Hölderlin">Friedrich Hölderlin</a>, in dessen <a href="Diotima" title="Diotima">Diotima</a>-Roman <i><a href="Hyperion_(H%C3%B6lderlin)" title="Hyperion (Hölderlin)">Hyperion</a></i> (1797/1799) das Ideal einer vollkommenen Liebe (als restlose Verschmelzung mit dem Liebesobjekt), die der Autor als Heilmittel gegen <a href="Entfremdung" title="Entfremdung">Entfremdung</a> konzipiert, so hoch aufgehängt wird, dass reale Liebesbeziehungen niemals zustande kommen.<sup id="cite_ref-HNO_26-0" class="reference"><a href="#cite_note-HNO-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In späteren Literaturepochen ist diese romantische Überhöhung der Liebe vielfach kritisiert worden, etwa bei <a href="D._H._Lawrence" title="D. H. Lawrence">D. H. Lawrence</a>:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote lang="en" style="margin:0;">
<p>“You love fucking all right: but you want it to be called something grand and mysterious, just to flatter your own self-importance. Your own self-importance is more to you, fifty times more, than any man, or being together with a man.”
</p>
</blockquote>
<blockquote style="margin:.5em 0 0 0;" lang="de-Latn">
<p>„Klar liebst du es zu ficken: aber du willst, dass es als etwas Grandioses und Mysteriöses bezeichnet wird, nur um deiner Selbstherrlichkeit zu schmeicheln. Deine eigene Selbstherrlichkeit bedeutet dir viel mehr, fünfzigmal mehr, als jeder Mann oder das Zusammensein mit einem Mann.“
</p>
</blockquote></div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261921330">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .Person{font-variant:small-caps}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Person h-card">D. H. Lawrence</span>: <cite style="font-style:normal"><a href="Lady_Chatterley" title="Lady Chatterley">Lady Chatterley's Lover</a></cite></div></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bürgerliche_Literatur_im_19._Jahrhundert"><span id="B.C3.BCrgerliche_Literatur_im_19._Jahrhundert"></span>Bürgerliche Literatur im 19. Jahrhundert</h3></div>
<p>Gut erforscht ist die Liebeskonzeption in der bürgerlichen Literatur des 19. Jahrhunderts. So plädiert etwa <a href="E._Marlitt" title="E. Marlitt">E. Marlitt</a> in ihren Romanen für das Konzept der <a href="Liebesheirat" title="Liebesheirat">Liebesehe</a>, hat dabei aber keineswegs die <i>amour passion</i> im Sinne, die sich über soziale Schranken hinwegsetzt, sondern eine <a href="Vernunft" title="Vernunft">vernünftige</a> Liebe, die sich eher an den Tugenden des Partners als an der Einzigkeit seiner Person selbst orientiert. Ihre Protagonistinnen lieben zum ersten Mal in ihrem Leben, und die Romane implizieren, dass diese Liebe auch ihre einzige bleiben wird – selbst dann, wenn sie keine Verwirklichung in der Ehe fände.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Liebe_in_Religionen">Liebe in Religionen</h2></div>

<p>In ausgebildeten <a href="Polytheismus" title="Polytheismus">polytheistischen</a> Religionen, die sich von einer Umwandlung vieler Lokalgottheiten zu einem ‚arbeitsteiligen‘ <a href="G%C3%B6tterwelt" title="Götterwelt">Pantheon</a> fortentwickelt hatten, wurden oft besondere (meist weibliche) <a href="Gottheit" class="mw-redirect" title="Gottheit">Gottheiten</a> der Liebe verehrt. So gab es im antiken Griechenland die Göttin <a href="Aphrodite" title="Aphrodite">Aphrodite</a> und ihren Sohn <a href="Eros_(Mythologie)" title="Eros (Mythologie)">Eros</a>, bei den Römern die Göttin <a href="Venus_(Mythologie)" title="Venus (Mythologie)">Venus</a> und ihren Sohn <a href="Amor_(Mythologie)" title="Amor (Mythologie)">Amor</a>.
</p><p>Die <a href="Monotheismus" title="Monotheismus">monotheistischen</a> Religionen haben ausgehend von der Gottesliebe ausgefeilte Theologien der Liebe entwickelt (Siehe auch die davon abgeleiteten Vorstellungen von <a href="N%C3%A4chstenliebe" title="Nächstenliebe">Nächstenliebe</a> und <a href="Karitas" class="mw-redirect" title="Karitas">Karitas</a>). Die Allliebe Gottes ist eine seiner Eigenschaften; da aber auch Zorn oder Eifersucht zu seinen Eigenschaften zählen, hat die <a href="Theologie" title="Theologie">Theologie</a> hier ein komplexes Arbeitsfeld. Im griechischen <a href="Neues_Testament" title="Neues Testament">Neuen Testament</a> ist Liebe die erste <a href="Frucht_des_Heiligen_Geistes" title="Frucht des Heiligen Geistes">Frucht des Heiligen Geistes</a>. Die Kirche unterscheidet nach Platon zwischen Agape und Eros (siehe oben). Papst <a href="Benedikt_XVI." title="Benedikt XVI.">Benedikt XVI.</a> widmete seine erste <a href="Enzyklika" title="Enzyklika">Enzyklika</a> <i><a href="Deus_caritas_est" title="Deus caritas est">Deus caritas est</a></i>, dem Thema Liebe.
</p><p>Selbst in der <a href="Negative_Theologie" title="Negative Theologie">negativen Theologie</a>, wie auch in der Mystik, wird als einzige Aussage über das Unsagbare in der Regel dennoch die Feststellung <i>Gott ist die Liebe</i> anerkannt; vgl. dazu auch die <a href="Nat%C3%BCrliche_Theologie" title="Natürliche Theologie">natürliche Theologie</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Judentum">Judentum</h3></div>
<p>Im <a href="Hebr%C3%A4ische_Sprache" title="Hebräische Sprache">Hebräischen</a> ist אהבה (<i>ahava</i>) der am häufigsten verwendete Begriff für zwischenmenschliche Liebe und Liebe zwischen Gott und Gottes Schöpfungen. So spricht etwa das Alte Testament von Gottes inniger Liebe zu seinem Volk Israel (<a href="Hosea" title="Hosea"><span style="white-space:nowrap;">Hos</span></a> 3&nbsp;; 11 ; <a href="Deuteronomium" title="Deuteronomium"><span style="white-space:nowrap;">Dtn</span></a> 7,7–8&nbsp;) und auch zu Einzelnen (wie etwa Salomo).
</p><p><i>Chesed</i>, oft übersetzt als liebende Güte, wird verwendet, um viele Formen der Liebe zwischen Menschen zu beschreiben. Das Gebot, andere Menschen zu lieben, ist in der <a href="Thora" class="mw-redirect" title="Thora">Thora</a> gegeben, die besagt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (<a href="Levitikus" title="Levitikus"><span style="white-space:nowrap;">Lev</span></a> 19,18&nbsp;). Das Gebot der Thora, Gott zu lieben „mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft“ (<a href="Deuteronomium" title="Deuteronomium"><span style="white-space:nowrap;">Dtn</span></a> 6,5&nbsp;) wird von der <a href="Mischna" title="Mischna">Mischna</a> (einem zentralen Text des jüdischen mündlichen Gesetzes) als Hinweis auf gute Taten, die Bereitschaft, sein Leben zu opfern, anstatt bestimmte schwere Übertretungen zu begehen, die Bereitschaft, seinen gesamten Besitz zu opfern, und die Dankbarkeit gegenüber dem Herrn trotz Not genommen (Traktat Berachoth 9:5). Die rabbinische Literatur unterscheidet sich darin, wie diese Liebe entwickelt werden kann, z.&nbsp;B. durch die Betrachtung göttlicher Taten oder das Zeugnis der Wunder der Natur. Was die Liebe zwischen den Ehepartnern betrifft, so wird sie als ein wesentlicher Bestandteil des Lebens angesehen: „Seht das Leben mit der Frau, die ihr liebt“ (<a href="Kohelet" title="Kohelet"><span style="white-space:nowrap;">Koh</span></a> 9,9&nbsp;). Das biblische Buch <a href="Hohelied_Salomos" class="mw-redirect" title="Hohelied Salomos">Hohelied Salomos</a> gilt als romantisch formulierte Metapher der Liebe zwischen Gott und seinem Volk, liest sich aber in seiner einfachen Lesart wie ein Liebeslied. Der Rabbiner <a href="Eliyahu_Eliezer_Dessler" title="Eliyahu Eliezer Dessler">Eliyahu Eliezer Dessler</a> aus dem 20. Jahrhundert definiert in seinem <i>Michtav me-Eliyahu</i> die Liebe als „Geben ohne zu erwarten“.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Christentum">Christentum</h3></div>
<p>Für <a href="Christen" class="mw-redirect" title="Christen">Christen</a> ist Liebe ein oder sogar das Kernthema des Glaubens:
</p><p>Den <a href="Synoptische_Evangelien" title="Synoptische Evangelien">synoptischen Evangelien</a> zufolge bestätigt Jesus eine bereits im Judentum existierende Sicht, dass als höchstes Gebot das Doppelgebot der Liebe gelten muss. So heißt es z. B. bei Matthäus (<a href="Evangelium_nach_Matth%C3%A4us" title="Evangelium nach Matthäus"><span style="white-space:nowrap;">Mt</span></a> 22,37-39&nbsp;): „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt (<a href="Deuteronomium" title="Deuteronomium"><span style="white-space:nowrap;">Deut</span></a> 6,5&nbsp;). Dies ist das höchste und erste Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst (<a href="Levitikus" title="Levitikus"><span style="white-space:nowrap;">Lev</span></a> 19,18&nbsp;).“
</p><p>Der <a href="Apostel_Paulus" class="mw-redirect" title="Apostel Paulus">Apostel Paulus</a> verherrlichte die Liebe als die wichtigste Gabe von allen, die auch dann noch fortbesteht, wenn es auf der Welt keine prophetische Rede, keine Erkenntnis und keine Rede in neuen Zungen mehr geben wird, weil das Vollkommene gekommen ist. Im berühmten <a href="Hohelied_der_Liebe_(1._Korinther_13)" title="Hohelied der Liebe (1. Korinther 13)">Hohelied der Liebe</a> (<a href="1._Brief_des_Paulus_an_die_Korinther" title="1. Brief des Paulus an die Korinther"><span style="white-space:nowrap;">1 Kor</span></a> 13,4–7&nbsp;) beschreibt er sie im Detail:
</p>
<ul><li>Liebe ist geduldig („langmütig“).</li>
<li>Sie ist freundlich.</li>
<li>Sie neidet („eifert“) nicht. (i. S. v. Eifersucht: <span lang="grc-Grek" class="Grek">ζηλόω ἡ ἀγάπη</span>)</li>
<li>Sie treibt keine vorsätzliche Boshaftigkeit („<a href="Mutwille" title="Mutwille">Mutwillen</a>“).</li>
<li>Sie prahlt nicht, bzw. sie ist nicht stolz. („Sie bläht sich nicht auf.“)</li>
<li>Sie ist nicht unhöflich („ungehörig“).</li>
<li>Sie ist nicht selbstsüchtig („sucht nicht das Ihre“).</li>
<li>Sie ist nicht leicht verärgert („lässt sich nicht erbittern“).</li>
<li>Sie hält keine Aufzeichnungen über Unrecht („rechnet das Böse nicht zu“).</li>
<li>Sie erfreut sich nicht an Ungerechtigkeit.</li>
<li>Sie freut sich an der Wahrheit.</li>
<li>Sie erträgt alles. (<span lang="grc-Grek" class="Grek">στέγω</span> <span lang="de" style="font-style:normal;font-weight:normal">‚aushalten, schützen, bedecken‘</span>)</li>
<li>Sie vertraut („glaubt alles“).</li>
<li>Sie hofft alles.</li>
<li>Sie duldet alles. (<span lang="grc-Grek" class="Grek">ὑπομένω</span> <span lang="de" style="font-style:normal;font-weight:normal">‚„dahinter stehen“ – fest stehen, aushalten, bewahren‘</span>)</li></ul>
<p>Der <a href="Apostel_Johannes" class="mw-redirect" title="Apostel Johannes">Apostel Johannes</a> schrieb: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.“ (<a href="Evangelium_nach_Johannes" title="Evangelium nach Johannes"><span style="white-space:nowrap;">Joh</span></a> 3,16–17&nbsp;). Johannes schrieb auch: „Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.“ (<a href="1._Brief_des_Johannes" title="1. Brief des Johannes"><span style="white-space:nowrap;">1. Joh</span></a> 4,7–8&nbsp;) Augustinus sagt, dass man in der Lage sein muss, den Unterschied zwischen Liebe und Lust zu entschlüsseln. Lust, so der heilige Augustinus, ist ein übermäßiger Genuss, aber lieben und geliebt werden ist das, was er sein ganzes Leben lang gesucht hat. Er sagt sogar: „Ich war in die Liebe verliebt.“ Der Einzige, der dich wirklich und vollkommen lieben kann, ist Gott, weil die Liebe zu einem Menschen nur Fehler wie „Eifersucht, Misstrauen, Angst, Wut und Streit“ zulässt. Nach dem heiligen Augustinus bedeutet die Liebe zu Gott „den Frieden zu erlangen, der dir gehört“. Augustinus betrachtet das Doppelgebot der Liebe in Matthäus 22 als das Herz des christlichen Glaubens und die Interpretation der Bibel.
</p><p>Christliche Theologen sehen Gott als Quelle der Liebe, die sich in den Menschen und ihren eigenen Liebesbeziehungen widerspiegelt. Der einflussreiche christliche Theologe <a href="C.S._Lewis" class="mw-redirect" title="C.S. Lewis">C.S. Lewis</a> schrieb ein Buch mit dem Titel <i>The Four Loves</i>. <a href="Benedikt_XVI." title="Benedikt XVI.">Benedikt XVI.</a> schrieb seine erste Enzyklika über „Gott ist Liebe“. Er sagte, dass ein Mensch, geschaffen nach dem Bild Gottes, der Liebe ist, fähig ist, Liebe zu praktizieren, sich Gott und anderen zu schenken (agape) und die Liebe Gottes in der Kontemplation (eros) zu empfangen und zu erfahren. Dieses Leben der Liebe ist für ihn das Leben der Heiligen wie <a href="Teresa_von_Kalkutta" class="mw-redirect" title="Teresa von Kalkutta">Teresa von Kalkutta</a> und der Seligen <a href="Jungfrau_Maria" class="mw-redirect" title="Jungfrau Maria">Jungfrau Maria</a> und ist die Richtung, die Christen einschlagen, wenn sie glauben, dass Gott sie liebt.
</p><p>Und so lehrte <a href="Papst_Franziskus" class="mw-redirect" title="Papst Franziskus">Papst Franziskus</a>: „Wahre Liebe ist Liebe und sich selbst lieben zu lassen … was in der Liebe wichtig ist, ist nicht unsere Liebe, sondern sich von Gott lieben zu lassen.“ Für ihn ist der Schlüssel zur Liebe „… nicht unsere Tätigkeit. Es ist die Aktivität der größten und der Quelle aller Kräfte im Universum: der Gottes.“
</p><p>Im Christentum wird die praktische Definition der Liebe am besten vom heiligen <a href="Thomas_von_Aquin" title="Thomas von Aquin">Thomas von Aquin</a> zusammengefasst, der die Liebe als „zum Wohl des Anderen“ oder zum Wunsch nach Erfolg des Anderen definiert hat. Dies ist die Erklärung für das christliche Bedürfnis, andere zu lieben, einschließlich ihrer Feinde. Wie Thomas Aquinas erklärt, ist die christliche Liebe durch das Bedürfnis motiviert, andere im Leben erfolgreich zu sehen, gute Menschen zu sein.
</p><p>Was die Liebe zu den Feinden betrifft, so wird Jesus im <a href="Matth%C3%A4usevangelium" class="mw-redirect" title="Matthäusevangelium">Matthäusevangelium</a> in Kapitel 5 zitiert:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Du hast gehört, dass gesagt wurde: ‚Liebe deinen Nächsten und hasse deinen Feind.‘ Aber ich sage euch, liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet. Er lässt seine Sonne über dem Bösen und dem Guten aufgehen und sendet Regen über die Gerechten und Ungerechten. Wenn du diejenigen liebst, die dich lieben, welche Belohnung bekommst du dann? Machen das nicht mal die Steuereintreiber? Und wenn Sie nur Ihre eigenen Leute begrüßen, was tun Sie dann mehr als andere? Machen das nicht mal Heiden? Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <span class="Person h-card">Matthäus 5: 43–48</span></div></div>
<p><a href="Tertullian" title="Tertullian">Tertullian</a> schrieb über die Liebe zu den Feinden: „Unsere individuelle, außergewöhnliche und vollkommene Güte besteht darin, unsere Feinde zu lieben. Seine Freunde zu lieben ist gängige Praxis, seine Feinde nur unter Christen zu lieben.“<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Islam">Islam</h3></div>
<p>Die Liebe umfasst die <a href="Islamisch" class="mw-redirect" title="Islamisch">islamische</a> Sicht des Lebens als universelle Bruderschaft, die für alle Gläubigen gilt. Unter den 99 Namen Gottes (<a href="Allah" title="Allah">Allah</a>) gibt es den Namen <i>Al-Wadud</i>, oder „der Liebende“, der sowohl in <a href="Sure" title="Sure">Sure</a> 11:90<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> als auch in Sure 85:14<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zu finden ist. Gott wird auch am Anfang jedes Kapitels im <a href="Koran" title="Koran">Koran</a> als <i>Ar-Rahman</i> und <i>Ar-Rahim</i> bezeichnet, oder als der „Barmherzigste“, was bedeutet, dass niemand liebevoller, mitfühlender und gütiger ist als Gott. Der Koran spricht von Gott als „voller liebender Güte“.
</p><p>Im Koran werden muslimische Gläubige ermahnt, alle Menschen, die sie nicht verfolgt haben, mit <i>Birr</i> oder „tiefer Güte“ zu behandeln, wie es in Sure 6:8-9 heißt. Birr wird auch im Koran verwendet, um die Liebe und Freundlichkeit zu beschreiben, die Kinder ihren Eltern zeigen müssen.
</p><p><i>‘Ischq</i> (<bdo dir="ltr"><bdi dir="rtl" lang="ar" class="arabic spanAr" style="unicode-bidi:isolate;font-size:120%;">عشق</bdi></bdo>, <a href="DIN_31635" title="DIN 31635">DMG</a> <i><span lang="ar-Latn" style="font-style:italic">‘išq</span></i> ‚[göttliche] Liebe‘) ist auch der Schwerpunkt des <a href="Sufismus" title="Sufismus">Sufismus</a> in der islamischen Tradition. Praktizierende des Sufismus glauben, dass die Liebe eine Projektion der Essenz Gottes auf das Universum ist. Gott will die Schönheit erkennen, und als ob man in einen Spiegel schaut, um sich selbst zu sehen, schaut Gott sich selbst in der Dynamik der Natur an. Da alles ein Spiegelbild Gottes ist, praktiziert die Schule des Sufismus, die Schönheit auch im scheinbar Hässlichen zu sehen. Der Sufismus wird oft als die Religion der Liebe bezeichnet. Gott im Sufismus wird in den Hauptbegriffen „der Liebende“ und „Geliebte“ genannt, wobei der letzte dieser Begriffe oft in der Sufi-Poesie zu finden ist. Ein gemeinsamer Standpunkt des Sufismus ist, dass die Menschheit durch die Liebe zu ihrer innewohnenden <a href="Rituelle_Reinheit" title="Rituelle Reinheit">Reinheit</a> und <a href="Gnade_(Theologie)" title="Gnade (Theologie)">Gnade</a> zurückkehren kann. Die Heiligen des Sufismus sind berüchtigt dafür, wegen ihrer Liebe zu Gott „berauscht“ zu sein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Liebe_in_der_Wissenschaft">Liebe in der Wissenschaft</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Biologie_und_Physiologie">Biologie und Physiologie</h3></div>
<p>Der Begriff <i>Liebe</i> ist in der Biologie nicht definiert und damit keine biologische Kategorie. Allgemein ist es schwierig, emotionale Prozesse mit naturwissenschaftlicher Methodik zu bearbeiten, zumal die zu Grunde liegende <a href="Biochemie" title="Biochemie">Biochemie</a> noch nicht ausreichend bekannt ist. Gesichert sind beim Menschen lediglich folgende Erkenntnisse:
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Neurobiologie_der_Verliebtheit">Neurobiologie der Verliebtheit</h4></div>

<p>Neueren Untersuchungen des <a href="Elektroenzephalografie" title="Elektroenzephalografie">Gehirnstroms</a> und Studien zufolge bewirkt Verliebtheit in Bereichen des menschlichen Gehirns, die auch für Triebe zuständig sind, die höchste Aktivität, was darauf schließen lässt, dass „das Gefühl“, das gemeinhin als <i>Liebe</i> (im Sinne von Verliebtheit) bezeichnet wird, in seinem biochemischen <a href="Korrelation" title="Korrelation">Korrelat</a> einen starken Zusammenhang mit dem biologischen Trieb aufweist.
</p><p>Die mitunter sehr lange anhaltenden Wirkungen der Verliebtheit <i>(<a href="Verliebtheit#Limerenz" title="Verliebtheit">Limerenz</a>)</i> deuten aber auch auf <a href="Endokrinologie" title="Endokrinologie">neuroendokrine</a> Prozesse hin, die dem Phänomen zugrunde liegen. Das würde sich auch in das Entstehungsfeld einfügen, das in der Sexualität zu suchen ist, die ihrerseits maßgeblich der neuroendokrinen Steuerung des <a href="Zwischenhirn" title="Zwischenhirn">Zwischenhirns</a> unterliegt. Dabei spielen nicht zuletzt die endogenen Opiate des <a href="Hypophysenzwischenlappen" class="mw-redirect" title="Hypophysenzwischenlappen">Hypophysenzwischenlappens</a> eine Rolle.
</p><p>Verliebt sich ein Mensch, so sorgen verschiedene <a href="Botenstoff" title="Botenstoff">Botenstoffe</a> für <a href="Euphorie" title="Euphorie">Euphorie</a> (<a href="Dopamin" title="Dopamin">Dopamin</a>), Aufregung (<a href="Adrenalin" title="Adrenalin">Adrenalin</a>), rauschartige Glücksgefühle und tiefes Wohlbefinden (<a href="Endorphin" class="mw-redirect" title="Endorphin">Endorphin</a> und <a href="Cortisol" title="Cortisol">Cortisol</a>) sowie erhöhte sexuelle Lust (<a href="Testosteron" title="Testosteron">Testosteron</a> sinkt bei Männern, steigt bei Frauen). Umgekehrt können Momente, in denen man nicht mit der geliebten Person zusammen ist, als sehr schmerzlich bis hin zur Verzweiflung empfunden werden. Auch Sexualduftstoffe (<a href="Wirbeltierpheromone" title="Wirbeltierpheromone">Pheromone</a>) werden vermehrt abgegeben. Diese Art von Pheromonkrater basiert auf der Idee, dass Menschen wie Tiere Pheromone durch Schweiß freisetzen können. Menschen, deren Immunsystem möglichst anders ist als unseres, müssen geruchlich besonders attraktiv für uns sein, was eine gute Voraussetzung für gesunden Nachwuchs ist.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hingegen sinkt der <a href="Serotonin" title="Serotonin">Serotoninspiegel</a> stark ab, wodurch der Zustand der Verliebtheit in diesem Punkt eine Ähnlichkeit mit vielen psychischen <a href="Krankheit" title="Krankheit">Krankheiten</a> aufweist. Das trägt dazu bei, dass Verliebte sich zeitweise in einem Zustand der „Unzurechnungsfähigkeit“ befinden können, sich dabei zu irrationalen Handlungen hinreißen lassen und <a href="Hemmschwelle" title="Hemmschwelle">Hemmschwellen</a> abbauen. Nach einiger Zeit (wenige Monate) gewöhnt sich der Körper an diese Dosen und ganz allmählich (laut <a href="Weltgesundheitsorganisation" title="Weltgesundheitsorganisation">WHO</a> maximal nach 24 bis 36 Monaten) beendet das Gehirn diesen sensorischen „Rauschzustand“.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Evolutionsbiologie_der_Liebe">Evolutionsbiologie der Liebe</h4></div>

<p>Das vertiefte Gefühl der Liebe ist aus <a href="Evolutionsbiologie" title="Evolutionsbiologie">evolutionsbiologischer</a> Sicht möglicherweise im Zusammenhang mit der Sexualität und der Brutfürsorge entstanden, wobei die Liebe ein stabilisierender Faktor auch für die Partnerwahl und damit die Paarbeziehung über längere Zeiträume sein kann. Es sind zwar bei vielen Tierarten monogame Paarbeziehungen bekannt (zum Beispiel auch bei den Graugänsen von <a href="Konrad_Lorenz" title="Konrad Lorenz">Konrad Lorenz</a>), aber ob, bzw. in welchen Fällen hierbei von Liebe gesprochen werden kann, ist eine unbeantwortete Frage.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Psychologie_und_Psychiatrie">Psychologie und Psychiatrie</h3></div>

<p>Die <a href="Psychologie" title="Psychologie">Psychologie</a> beschäftigt sich mit den zahlreichen Spielarten der Liebe und des Liebesentzuges. Aus psychoanalytischer Sicht ist die Liebe „ein Versuch, den Idealzustand des bedingungslosen Akzeptiertwerdens, das heißt einer vollständigen narzißtischen Befriedigung, wiederzuerlangen. Er ist jedoch ebensowenig wiederzuerlangen, wie es unmöglich ist, in das Paradies zurückzukehren, aus dem wir vertrieben wurden. Diesen paradiesischen Zustand gab es einmal wirklich, nämlich in der frühen Kindheit. Was wir in der Liebe unbewußt wünschen, ist, das erste Entzücken unserer Mutter über uns wiederzuerleben, das heißt das verlorene Paradies wiederzugewinnen.“<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Es gibt verschiedene psychologische Konzepte, um Liebe zu erklären. <a href="Robert_Sternberg" title="Robert Sternberg">Robert J. Sternbergs</a> <a href="Dreieckstheorie_der_Liebe" title="Dreieckstheorie der Liebe">Dreieckstheorie</a> beschreibt Liebe als Zusammenspiel von drei Komponenten: Intimität, Leidenschaft und Verpflichtung. Je nachdem, wie stark diese Komponenten ausgeprägt sind, ergeben sich unterschiedliche Liebesformen – von Freundschaft über romantische Liebe bis hin zur sogenannten vollkommenen Liebe, bei der alle drei Komponenten hoch sind.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <a href="Bindungstheorie" title="Bindungstheorie">Bindungstheorie</a>, ursprünglich von <a href="John_Bowlby" title="John Bowlby">John Bowlby</a> entwickelt, wurde von Cindy Hazan und Phillip Shaver auf romantische Partnerschaften übertragen. Sie postuliert, dass das emotionale Muster, das Menschen in der Kindheit in Bezug auf Bindung zu Bezugspersonen entwickeln, auch später in Liebesbeziehungen wirkt. Demnach existieren bei Erwachsenen vor allem drei Bindungsstile: sicher, unsicher-ambivalent und unsicher-vermeidend. Diese Stile beeinflussen, wie Menschen Nähe erleben, wie sie mit Trennungsangst umgehen und wie stabil ihre Beziehungen sind.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>John Alan Lee entwickelte eine Typologie verschiedener Liebesstile, die beschreiben, wie Menschen Liebe erleben und gestalten. Er unterschied dabei primäre und sekundäre Stile.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Primäre Stile:
</p>
<ul><li><i>Eros</i> – leidenschaftliche, romantische Liebe</li>
<li><i>Ludus</i> – spielerische, unverbindliche Liebe</li>
<li><i>Storge</i> – aus Freundschaft entstehende, vertraute Liebe</li></ul>
<p>Sekundäre Stile:
</p>
<ul><li><i>Mania</i> – besitzergreifende, intensive Liebe</li>
<li><i>Pragma</i> – rationale, zweckorientierte Liebe</li>
<li><i>Agape</i> – selbstlose, fürsorgliche Liebe</li></ul>
<p>Die <a href="Psychiatrie" title="Psychiatrie">Psychiatrie</a> befasst sich unter dem medizinischen Aspekt mit dem Phänomen. So wird zum Beispiel die <a href="Psychopathologie" title="Psychopathologie">Psychopathologie</a> des „<a href="Erotomanie_(Liebeswahn)" title="Erotomanie (Liebeswahn)">Liebeswahns</a>“ im Zusammenhang mit <a href="Paranoia" title="Paranoia">paranoischen</a> Vorstellungen diagnostiziert (vgl. <a href="Wahnsinn#Sonstige_Formen" title="Wahnsinn">Wahnsinn</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Soziologie">Soziologie</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Allgemeines">Allgemeines</h4></div>
<p>In soziologischen Forschungen werden häufig mit dem Thema Liebe verwandte Phänomene behandelt. Unter anderem wird auf Bedingungen der <a href="Partnerwahl" class="mw-redirect" title="Partnerwahl">Partnerwahl</a> oder die sozialpsychologische Bedeutung der <a href="Paartherapie" title="Paartherapie">Paartherapie</a> eingegangen. Zudem wird Liebe innerhalb der <a href="Familiensoziologie" title="Familiensoziologie">Familiensoziologie</a> aufgegriffen.
</p><p>Es liegen in der Soziologie mindestens vier substantielle, thematisch einander eher ergänzende Ansätze zur Liebe vor. Sie betonen mehr oder weniger die auf Liebe bezogenen Aspekte von Kommunikation, Interaktion und Semantik. Demnach wird Liebe
</p>
<ol><li>als „Emotion“,<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>als „<a href="Pattern_variables" title="Pattern variables">Kulturmuster</a>“,<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>als „Intimsystem“<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und</li>
<li>„nicht-kognitive Form kommunikativer Praxis“<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> definiert.</li></ol>
<p>Liebe wird unter anderem als ein gesellschaftlich wirkendes Symbol für Interaktionen betrachtet (vgl. <a href="Symbolischer_Interaktionismus" title="Symbolischer Interaktionismus">Symbolischer Interaktionismus</a>) und auf seine soziale Funktion hin untersucht. Die Soziologie untersucht zahlreiche Einzelformen der Liebe, etwa die „romantische Liebe“, die „Liebe“ im Bürgertum, die „Mutterliebe“, die „Vaterlandsliebe“ (oft als Ideologie), die Bezüge zwischen Liebe, Gewalt und Macht und andere mehr. Unter den zeitgenössischen Soziologen behandelt zum Beispiel <a href="B%C3%A1lint_Balla" title="Bálint Balla">Bálint Balla</a> eingehend die Liebe in seiner Soziologie der <a href="Knappheit#Knappheit_in_der_Soziologie" title="Knappheit">Knappheit</a>; <a href="Horst_Herrmann_(Theologe)" title="Horst Herrmann (Theologe)">Horst Herrmann</a> untersucht die (geschlechtsspezifischen) Zusammenhänge von Liebe und Gewalt sowie die gesellschaftlich wirkenden Modelle heutiger Liebesbeziehungen. Auch hat die Soziologie angrenzende soziale Bräuche wie die <a href="Koketterie" title="Koketterie">Koketterie</a> (<a href="Georg_Simmel" title="Georg Simmel">Georg Simmel</a>) oder den Flirt untersucht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Systemtheoretische_Ansätze"><span id="Systemtheoretische_Ans.C3.A4tze"></span>Systemtheoretische Ansätze</h4></div>
<p>Die <a href="Soziologische_Systemtheorie" title="Soziologische Systemtheorie">Systemtheorie</a> nahm eine einschneidende Begriffsverengung vor, indem sie Liebe neu als eine „gesellschaftliche Semantik“ bzw. als <a href="Code" title="Code">Code</a> des Miteinander-Umgehens definierte. So formulierte <a href="Niklas_Luhmann" title="Niklas Luhmann">Niklas Luhmann</a> in <i>Liebe als Passion</i> (1982) romantische Liebe als ein Phänomen der <a href="Moderne" title="Moderne">Moderne</a>, welches seine Grundlegung vor allem im Bürgertum des 18. Jahrhunderts erfährt.
</p><p>Liebe fungiert&nbsp;– nach Luhmann&nbsp;– in der heutigen funktional ausdifferenzierten Gesellschaft in erster Linie als „symbolisch generalisiertes <a href="Medium_(Kommunikation)" title="Medium (Kommunikation)">Kommunikationsmedium</a>“, das unwahrscheinliche Kommunikation wahrscheinlich machen soll. Die Gesellschaft differenziert sich immer stärker in einzelne Teilbereiche. Jedes Individuum ist nicht mehr nur in einem Bereich, zum Beispiel der Familie verwurzelt, sondern in vielen Teilbereichen, etwa Freizeit oder Beruf. Es ist auch immer nur zu einem Teil verortet und bewegt sich ständig zwischen verschiedenen Bereichen hin und her. Aufgrund dieser kommunikativen „Polykontextualität“ erschwere sich die identitätsbildende Interaktion.
</p>

<p>Dem Einzelnen fällt es vor diesem Hintergrund zunehmend schwerer, sich selbst zu bestimmen. Hinzu kommt, dass diese Individualität und Identität im kommunikativen Austausch mit anderen bestätigt werden muss. Diese „höchstpersönliche“ Kommunikation nimmt in einer derart ausdifferenzierten Gesellschaft aber ständig ab, denn zum einen wird durch die Vielzahl an <a href="Soziale_Rolle" title="Soziale Rolle">Rollen</a> in den beschriebenen Teilbereichen (zum Beispiel als Tochter, Sekretärin, Freizeitseglerin etc.) dort auch nur unpersönliche Kommunikation erfahren und zum anderen begreift sich der Mensch als Individuum, also etwas Besonderes, Einzigartiges, anders als die Anderen. Angesichts dieser Entwicklung ist es nicht nur schwierig, miteinander in Kontakt zu treten, es wird auch schwierig, einander überhaupt noch zu verstehen bzw. die Motivation zu finden, sich auf einen doch so Besonderen, Anderen einzulassen. Genau dieses Problem zu bewältigen ist&nbsp;– in dieser Theorie&nbsp;– Aufgabe der Liebe. Der Systemtheoretiker Peter Fuchs definiert Liebe daher als „wechselseitige Komplettannahme im Modus der Höchstrelevanz“.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Liebe als Kommunikationsmedium motiviert dazu, sich dem Anderen unter Ausblendung von <a href="Idiosynkrasie" title="Idiosynkrasie">Idiosynkrasien</a> in seiner „Ganzheit“ zu nähern und nicht unter der verengenden Perspektive des jeweiligen Sozialsystems (zum Beispiel als Freizeitsegler). Durch diese Komplettannahme entsteht eine wechselseitige Bestätigung des „Selbst-Seins“ und des jeweiligen „Weltbezugs“.
</p><p>Liebe, bzw. genauer das Intimsystem, das im Medium Liebe operiert, ist eine Vorform des Sozialsystems Familie, dem grundlegende gesellschaftliche Funktionen zukommen (nämlich <a href="Reproduktion" title="Reproduktion">Reproduktion</a> und <a href="Sozialisation" title="Sozialisation">Sozialisation</a>). Des Mediums Liebe bedarf es, da unwahrscheinliche Ereignisse (zwei Menschen begegnen sich unter Millionen anderen und begründen und stabilisieren ein Zusammenleben) erwartbar gemacht werden müssen. Liebe ist also wie Geld oder Macht ein sogenanntes <a href="Steuerungsmedium" class="mw-redirect" title="Steuerungsmedium">Steuerungsmedium</a>, das die Chance auf das Eintreffen unwahrscheinlicher Sinnzumutungen steigert. Überraschend ist dabei jedoch, dass Intimsysteme auf dem paradoxen, komplexen und sehr täuschungsempfindlichen Medium Liebe basieren.
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<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weitere_soziologische_Aspekte">Weitere soziologische Aspekte</h3></div>
<p>Wesentlich ist im sozialen Kontext die Unterscheidung zwischen der <i>einseitigen</i> und der <i>gegenseitigen</i> Liebe. Erstere hat ihren Spezialfall in der im Volksmund sogenannten <i>unglücklichen Liebe</i> (vgl. <a href="Liebeskummer" title="Liebeskummer">Liebeskummer</a>).
</p><p>Viele Bezeichnungen für Fachgebiete sind, ebenso wie eine Reihe anderer Begriffe, auf dem <a href="Pr%C3%A4fix" title="Präfix">Präfix</a> <i>phil-</i> aufgebaut, das für Liebe steht. Hierzu zählen insbesondere die Philosophie (ursprünglich: <i>Liebe zur Weisheit</i>) und die Philologie (ursprünglich: <i>Liebe zu Sprachen</i>). Die <a href="Philatelie" title="Philatelie">Philatelie</a> sei stellvertretend für andere <a href="Sammeln" title="Sammeln">Sammelleidenschaften</a> genannt, der Name <i>Philipp</i> („Philhippos“, verschiedene Schreibweisen) bedeutet „Pferdeliebhaber“.
</p>

<p>Einen christlichen Standpunkt innerhalb der <a href="Existenzphilosophie" title="Existenzphilosophie">Existenzphilosophie</a> vertritt <a href="Gabriel_Marcel" title="Gabriel Marcel">Gabriel Marcel</a> in <i>Sein und Haben</i>: Der Mensch existiere ursprünglich nicht in der Abgrenzung, sondern in der Teilhabe am Mitmenschen und göttlichen Sein. In dieser <i>Seinsteilhabe</i> verwirkliche sich die Liebe, die sich vorbehaltlos öffne, wenn der Mensch dessen in innerlicher Hingabe gewahr werde.
</p><p>Seit <a href="Harry_Harlow" title="Harry Harlow">Harry Harlow</a> (siehe Literatur: Psychologie) seinen Bericht über die Untersuchungen an Affenjungen veröffentlicht hat (<i>Das Wesen der Liebe</i>), lässt sich diskutieren, ob Liebe auch von Tieren empfunden und erlebt werden kann. Sein Konzept von der Liebe ist allerdings eher positivistisch orientiert, denn Liebe sei ein Gefühl der Haut, indem sie sich eben vorwiegend über die Berührung zweier Lebewesen realisiere.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Liebe_in_der_Literatur">Liebe in der Literatur</h2></div>

<p><a href="Wanders_Deutsches_Sprichw%C3%B6rter-Lexikon" title="Wanders Deutsches Sprichwörter-Lexikon">Wanders Deutsches Sprichwörter-Lexikon</a> bietet zu <i>Liebe, Liebeli, Liebelei, Liebeln, Lieben, Liebende</i> usw. ca. tausend Sprichwörter. Auch in der medizinischen Fachliteratur<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> erscheinen die Liebe und deren Folgen (etwa der „<a href="Liebeskummer" title="Liebeskummer">Liebeskummer</a>“) seit der Antike. In zahlreichen Sprachen wurde und wird das Thema Liebe aufgenommen (siehe auch <a href="Liebeslyrik" title="Liebeslyrik">Liebeslyrik</a>).<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das klassische Liebesdrama schlechthin ist <a href="William_Shakespeare" title="William Shakespeare">William Shakespeares</a> <a href="Romeo_und_Julia" title="Romeo und Julia">Romeo und Julia</a>. In der sogenannten <a href="Trivialliteratur" title="Trivialliteratur">Trivialliteratur</a> ist besonders der sogenannte <a href="Liebesroman" title="Liebesroman">Liebesroman</a> zu erwähnen.
</p>

<p><a href="Minnesang" title="Minnesang">Minnesang</a> bzw. Minnedichtung reflektierten programmatisch unerfüllte Liebe, priesen die Angebetete oder schilderten erotische Erlebnisse (ab Mitte des 13. Jahrhunderts).
</p><p>Die <a href="Sch%C3%A4ferdichtung" title="Schäferdichtung">Schäferdichtung</a> war eine beliebte <a href="Literaturgattung" class="mw-redirect" title="Literaturgattung">Literaturgattung</a> der europäischen <a href="Renaissance" title="Renaissance">Renaissance</a> und des <a href="Barock" title="Barock">Barock</a> in der Tradition der <a href="Bukolik" class="mw-redirect" title="Bukolik">Bukolik</a>. Sie entwickelte sich ursprünglich aus der Schäferei, einer höfischen Rollendichtung, die durch die Verschmelzung von lyrisch-musikalischen Elementen, Prosa, Dialogen und kunstvollen Versen gekennzeichnet war und das Hirtenleben idealisierte. Ein beliebtes Thema ist der Bericht von einer spröden, abweisenden Geliebten, der ein Liebender gegenübersteht, der ihr völlig ausgeliefert ist, sich nach ihr verzehrt und, unter Umständen sogar krankhaft<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> leidet. Gefühle wie unerfüllte Liebe, Lobgesänge auf eine Schäferin, Wehmut in Anbetracht einer schöneren Vergangenheit oder einer verlorenen Heimat zählen zu den typischen Gegenständen der künstlerischen Darstellung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Liebe_in_der_Musik">Liebe in der Musik</h2></div>
<p>In der <a href="Musik" title="Musik">Musik</a> ist <i>Liebe</i> seit jeher das dominanteste aller Themen. Dazu gehören neben <a href="Ballade_(Unterhaltungsmusik)" title="Ballade (Unterhaltungsmusik)">Balladen</a> und romantischer Musik im Allgemeinen besonders auch <a href="Liebeslied" title="Liebeslied">Liebeslieder</a>. In der <a href="Popul%C3%A4re_Musik" title="Populäre Musik">Populären Musik</a> kann, was die Massentauglichkeit des Themas betrifft, die <a href="Loveparade" title="Loveparade">Loveparade</a> genannt werden. Die <a href="Rockband" title="Rockband">Rockband</a> <a href="Sonic_Youth" title="Sonic Youth">Sonic Youth</a> hat 1986 mit dem Album <i>Evol</i> auf die Bedeutung der rückwärts gelesenen Schreibweise mit dem Anklang an <i>evil</i> (böse) aufmerksam gemacht. 1975 erschien der Song <a href="Love_Is_the_Drug_(Lied)" title="Love Is the Drug (Lied)">Love Is the Drug</a> der Rockband <a href="Roxy_Music" title="Roxy Music">Roxy Music</a> um einen der bekanntesten „Ladies men“ der Rockszene, <a href="Bryan_Ferry" title="Bryan Ferry">Bryan Ferry</a>. <a href="John_Miles_(Musiker)" title="John Miles (Musiker)">John Miles</a> hat 1976 den Song <a href="Music_(Lied)" title="Music (Lied)">Music</a> mit der Zeile „Music was my first love and it will be my last“ veröffentlicht. <a href="Songwriting" title="Songwriting">Singer/Songwriter</a> wie <a href="Leonard_Cohen" title="Leonard Cohen">Leonard Cohen</a> (<i>Songs of Love and Hate</i>, 1971) und Avantgarde-Bands wie die <a href="New_Age_Steppers" title="New Age Steppers">New Age Steppers</a> (<i>Love Forever</i>, 1981; <i>Some Love</i> als <a href="Coverversion" title="Coverversion">Coverversion</a> von <a href="Chaka_Khan" title="Chaka Khan">Chaka Khan</a>, 1978/1983) oder <a href="Depeche_Mode" title="Depeche Mode">Depeche Mode</a> (<i>Freelove</i>, 2001) haben weithin beachtete Songs und Alben zum Thema verfasst. So auch die deutsche Band <a href="Der_Plan" title="Der Plan">Der Plan</a> mit <i>Ich Liebe Dich</i> von 1986. Auf der ersten <a href="Public_Image_Ltd." class="mw-redirect" title="Public Image Ltd.">Public Image Ltd.</a> ist mit <i>Fodderstompf</i> ein Song erschienen, in dem über eine Strecke von fast acht Minuten ausschließlich der Satz „We only wanted to be loved“ kommentiert wird. Der <a href="Disco_(Musik)" title="Disco (Musik)">Disco</a> beschäftigt sich fast ausschließlich mit den Themen <i>Liebe</i> und <i>Tanz</i>. So zum Beispiel <a href="Donna_Summer" title="Donna Summer">Donna Summers</a>, von <a href="Giorgio_Moroder" title="Giorgio Moroder">Giorgio Moroder</a> produzierter, zu seiner Zeit skandalöser Song <a href="I_Feel_Love" title="I Feel Love">I Feel Love</a>. Auch im <a href="Schlager" title="Schlager">Schlager</a> ist die Liebe das Hauptthema. Im Kriegsjahr 1940 wurde von <a href="Marika_R%C3%B6kk" title="Marika Rökk">Marika Rökk</a> das Lied <i>Musik, Musik, Musik</i> mit der Zeile „Ich brauche deine Liebe und Musik, Musik, Musik“ veröffentlicht. In Frankreich erschien 1969 der <a href="Chanson" title="Chanson">Chanson</a> <a href="Je_t%E2%80%99aime_%E2%80%A6_moi_non_plus" title="Je t’aime … moi non plus">Je t’aime … moi non plus</a> von <a href="Serge_Gainsbourg" title="Serge Gainsbourg">Serge Gainsbourg</a>, <a href="Brigitte_Bardot" title="Brigitte Bardot">Brigitte Bardot</a> und <a href="Jane_Birkin" title="Jane Birkin">Jane Birkin</a>. Erwähnt werden können auch <a href="Elvis_Presley" title="Elvis Presley">Elvis Presley</a> mit <a href="Love_Me_Tender" title="Love Me Tender">Love Me Tender</a>, die <a href="Beatles" class="mw-redirect" title="Beatles">Beatles</a> mit <a href="All_You_Need_Is_Love" title="All You Need Is Love">All You Need Is Love</a> und Weiteren sowie die <a href="Bee_Gees" title="Bee Gees">Bee Gees</a> mit <a href="How_Deep_Is_Your_Love" title="How Deep Is Your Love">How Deep Is Your Love</a>. Im <a href="Country-Musik" title="Country-Musik">Country</a>, der sich weithin mit Lovesongs befasst, zum Beispiel <a href="Tammy_Wynette" title="Tammy Wynette">Tammy Wynettes</a> <a href="Stand_By_Your_Man" class="mw-redirect" title="Stand By Your Man">Stand By Your Man</a> von 1968. In der Musik der <a href="Hippie" title="Hippie">Hippies</a> spielte das Thema eine hervorragende Rolle, etwa in <i>Yummy Yummy Yummy</i> der <a href="Bubblegum" title="Bubblegum">Bubblegum</a>-Band <a href="Ohio_Express" title="Ohio Express">Ohio Express</a> aus dem gleichen Jahr. Bereits im Jahr 1965 wurde die etwas später sehr erfolgreiche <a href="Psychedelic_Rock" title="Psychedelic Rock">Psychedelic-Rock</a>-Band <a href="Love_(Band)" title="Love (Band)">Love</a> gegründet. Im <a href="Jazz" title="Jazz">Jazz</a> findet sich das Thema vielfach, 1947 erschien beispielsweise <a href="Nat_King_Cole" title="Nat King Cole">Nat King Coles</a> <i>Kemo Kimo</i> mit dem Refrain „I Love You“. Ebenso bei <a href="Charles_Mingus" title="Charles Mingus">Charles Mingus</a> (<a href="Pithecanthropus_Erectus_(Mingus-Album)" title="Pithecanthropus Erectus (Mingus-Album)">Love Chant</a> von 1956), <a href="Miles_Davis" title="Miles Davis">Miles Davis</a>, <a href="Ella_Fitzgerald" title="Ella Fitzgerald">Ella Fitzgerald</a>, <a href="Billie_Holiday" title="Billie Holiday">Billie Holiday</a> und vielen Weiteren.
</p><p>In der <a href="Oper" title="Oper">Oper</a> sind besonders <a href="Arie" title="Arie">Arien</a> Ausdruck der Auseinandersetzung mit der Liebe. Zu den bekanntesten Opern, die sich mit Liebe befassen, zählen <a href="Wolfgang_Amadeus_Mozart" title="Wolfgang Amadeus Mozart">Wolfgang Amadeus Mozarts</a> <a href="Don_Giovanni" title="Don Giovanni">Don Giovanni</a>, <a href="Richard_Wagner" title="Richard Wagner">Richard Wagners</a> <a href="Tristan_und_Isolde" title="Tristan und Isolde">Tristan und Isolde</a>, <a href="Giuseppe_Verdi" title="Giuseppe Verdi">Giuseppe Verdis</a> <a href="La_Traviata" class="mw-redirect" title="La Traviata">La Traviata</a> und <a href="Georges_Bizet" title="Georges Bizet">Georges Bizets</a> <a href="Carmen" title="Carmen">Carmen</a>. Auch die <a href="Operette" title="Operette">Operette</a> behandelt vorwiegend das Thema. <a href="Musical" title="Musical">Musicals</a> beschäftigen sich ebenso oft damit. So zum Beispiel <a href="Dirty_Dancing" title="Dirty Dancing">Dirty Dancing</a>, <a href="Grease_(Musical)" title="Grease (Musical)">Grease</a>, die <a href="West_Side_Story" title="West Side Story">West Side Story</a> oder <a href="Saturday_Night_Fever_(Musical)" title="Saturday Night Fever (Musical)">Saturday Night Fever</a>.
</p><p>In der <a href="Christliche_Musik" title="Christliche Musik">christlichen Musik</a> werden vor allem die <a href="Gottesliebe" title="Gottesliebe">Gottesliebe</a> und die <a href="N%C3%A4chstenliebe" title="Nächstenliebe">Nächstenliebe</a> besungen, wie beispielsweise in der <a href="Antiphon_(Musik)" title="Antiphon (Musik)">Antiphon</a> <a href="Ubi_caritas" title="Ubi caritas">Ubi caritas</a> oder in <a href="Das_Liebesmahl_der_Apostel" title="Das Liebesmahl der Apostel">Das Liebesmahl der Apostel</a> von <a href="Richard_Wagner" title="Richard Wagner">Richard Wagner</a>. Vereinzelt gibt es aber auch dort musikalische Umsetzungen der Partnerliebe, etwa in <a href="Joseph_Haydn" title="Joseph Haydn">Joseph Haydns</a> Oratorium <a href="Die_Sch%C3%B6pfung" title="Die Schöpfung">Die Schöpfung</a> das Liebesduett <i>Holde Gattin, dir zur Seite</i> zwischen Adam und Eva.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Liebe_im_Film">Liebe im Film</h2></div>
<p>Im Film haben sich ebenfalls etliche Filmemacher mit dem Thema beschäftigt. Zu den klassischen <a href="Liebesfilm" title="Liebesfilm">Liebesfilmen</a> gehören <a href="Es_war_einmal_(Film)" title="Es war einmal (Film)">Es war einmal</a>, <a href="Casablanca_(Film)" title="Casablanca (Film)">Casablanca</a>, <a href="Vom_Winde_verweht_(Film)" title="Vom Winde verweht (Film)">Vom Winde verweht</a>, <a href="Der_letzte_Tango_in_Paris" title="Der letzte Tango in Paris">Der letzte Tango in Paris</a> und <a href="Titanic_(1997)" title="Titanic (1997)">Titanic</a>. Avantgarde-Filmemacher wie <a href="Monika_Treut" title="Monika Treut">Monika Treut</a> und <a href="Carl_Andersen_(Regisseur)" title="Carl Andersen (Regisseur)">Carl Andersen</a> haben sich hauptsächlich mit dem Thema auseinandergesetzt. Der Liebesfilm ist wie der <a href="Pornofilm" title="Pornofilm">Porno</a> ein <a href="Genre" title="Genre">Genre</a>, das inzwischen auf Art einer Massengenreproduktion bedient wird.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Liebe_in_der_bildenden_Kunst">Liebe in der bildenden Kunst</h2></div>

<p>Auch in der bildenden Kunst ist Liebe ein wichtiges Thema. So mit <a href="Gustav_Klimt" title="Gustav Klimt">Gustav Klimts</a> <a href="Der_Kuss_(Klimt)" title="Der Kuss (Klimt)">Der Kuss</a>. Ebenso hat die Liebe ihren Platz bei <a href="Rembrandt" class="mw-redirect" title="Rembrandt">Rembrandt</a>, <a href="Pablo_Picasso" title="Pablo Picasso">Pablo Picasso</a> und vielen Weiteren, wie <a href="Ren%C3%A9_Magritte" title="René Magritte">René Magritte</a> mit der Serie <i>Die Liebenden</i> von 1928. Von <a href="Sandro_Botticelli" title="Sandro Botticelli">Sandro Botticelli</a> bis <a href="Auguste_Rodin" title="Auguste Rodin">Auguste Rodin</a> findet sich das Liebesmotiv, in der <a href="Gegenwartskunst" class="mw-redirect" title="Gegenwartskunst">Gegenwartskunst</a> zum Beispiel bei <a href="Keith_Haring" title="Keith Haring">Keith Haring</a> oder <a href="Banksy" title="Banksy">Banksy</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Empathie" title="Empathie">Empathie</a></li>
<li><a href="Freie_Liebe" title="Freie Liebe">Freie Liebe</a></li>
<li><a href="Metta" title="Metta">Metta</a></li>
<li><a href="Idealisierung_(Psychologie)" title="Idealisierung (Psychologie)">Idealisierung (Psychologie)</a></li>
<li><a href="Theologische_Tugenden" title="Theologische Tugenden">Theologische Tugenden</a> (Glaube, Liebe, Hoffnung)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Allgemeines_2">Allgemeines</h3></div>
<ul><li><a href="Marsilio_Ficino" title="Marsilio Ficino">Marsilio Ficino</a>: <i>Über die Liebe oder Platons Gastmahl.</i> 3. Auflage. Meiner, Hamburg 1994, ISBN 3-7873-1189-0.</li>
<li><a href="Erich_Fromm" title="Erich Fromm">Erich Fromm</a>: <i><a href="Die_Kunst_des_Liebens" title="Die Kunst des Liebens">Die Kunst des Liebens</a></i>. 59. Auflage. Ullstein, München 2001, ISBN 3-612-26745-0.</li>
<li><a href="Josef_Pieper" title="Josef Pieper">Josef Pieper</a>: <i>Über die Liebe.</i> 7. Auflage. Kösel, München 1992, ISBN 3-466-40131-3.</li>
<li>Werner Schüßler / Marc Röbel (Hrsg.): <i>LIEBE – mehr als ein Gefühl. Philosophie – Theologie – Einzelwissenschaften</i>. Schöningh, Paderborn 2016, ISBN 978-3-506-78513-8.</li>
<li><a href="Platon" title="Platon">Platon</a>: <i><a href="Symposion_(Platon)" title="Symposion (Platon)">Das Gastmahl</a></i>. Reclam, Ditzingen 1986, ISBN 3-15-000927-8.</li>
<li><a href="Max_Scheler" title="Max Scheler">Max Scheler</a>: <i>Wesen und Formen der Sympathie.</i> Bouvier, Bonn 1999, ISBN 3-416-02910-0.</li>
<li><a href="Clive_Staples_Lewis" class="mw-redirect" title="Clive Staples Lewis">C.S. Lewis</a>: <i>Was man Liebe nennt: Zuneigung, Freundschaft, Eros, Agape.</i> 7. Auflage. Brunnen, Basel 2004, ISBN 3-7655-3266-5.</li>
<li><a href="Stendhal" title="Stendhal">Stendhal</a>: <i>Über die Liebe.</i> 6. Auflage. Insel, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-458-31824-0.</li>
<li><a href="Jos%C3%A9_Ortega_y_Gasset" title="José Ortega y Gasset">José Ortega y Gasset</a>: <i>Über die Liebe. Meditationen.</i> Dtv, München 1993 u.ö., ISBN 3-423-19025-6.</li>
<li><a href="Paulus_von_Tarsus" title="Paulus von Tarsus">Paulus von Tarsus</a>: <i><a href="Hohelied_der_Liebe_(1._Korinther_13)" title="Hohelied der Liebe (1. Korinther 13)">Hohelied der Liebe (1. Korinther 13)</a>.</i></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Philosophie">Philosophie</h3></div>
<ul><li><a href="Roland_Barthes" title="Roland Barthes">Roland Barthes</a>: <i>Fragments d’un discours amoureux.</i> Seuil, Paris 1977. In deutscher Übersetzung: <i>Fragmente einer Sprache der Liebe.</i> Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-518-38086-9. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.handl.net/zit/zitbarthes.htm"><i>Zitate von Roland Barthes.</i></a></li>
<li><a href="Axel_Honneth" title="Axel Honneth">Axel Honneth</a>: <i>Liebe und Moral. Zum moralischen Gehalt affektiver Bindungen.</i> In: Axel Honneth: <i>Das Andere der Gerechtigkeit. Aufsätze zur praktischen Philosophie.</i> Suhrkamp, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-518-29091-6, S. 216 ff.</li>
<li><a href="Martha_Nussbaum" title="Martha Nussbaum">Martha Nussbaum</a>: <i>Konstruktion der Liebe, des Begehrens und der Fürsorge. Drei philosophische Aufsätze.</i> Reclam, Stuttgart 2002.</li>
<li><a href="Harry_Frankfurt" title="Harry Frankfurt">Harry Frankfurt</a>: <i>The Reasons of Love.</i> Princeton University Press, 2004.
<ul><li>dt. Übers.: <i>Gründe der Liebe.</i> Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-518-73772-9.</li></ul></li>
<li><a href="Kai_Buchholz" title="Kai Buchholz">Kai Buchholz</a> (Hrsg.): <i>Liebe. Ein philosophisches Lesebuch.</i> Goldmann Verlag, München 2007, ISBN 978-3-442-07756-4.</li>
<li>Umberto Galimberti, <i>Die Sache mit der Liebe. Eine philosophische Gebrauchsanweisung.</i> C. H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-54791-1.</li>
<li>Yudit Kornberg Greenberg: <i>Encyclopedia of Love in World Religions.</i> ABC-Clio, 2007, ISBN 978-1-85109-980-1.</li>
<li><a href="Maik_Hosang" title="Maik Hosang">Maik Hosang</a>: <i>Liebe in Zeiten des Klimawandels.</i> Phänomen Verlag, Hamburg 2008, ISBN 978-3-933321-72-5.</li>
<li><a href="Stascha_Rohmer" title="Stascha Rohmer">Stascha Rohmer</a>, <i>Liebe – Zukunft einer Emotion.</i> Karl Alber, Freiburg/München 2008, ISBN 978-3-495-48317-6.</li>
<li><a href="Richard_David_Precht" title="Richard David Precht">Richard David Precht</a>, <i>Liebe. ein unordentliches Gefühl.</i> Goldmann, München 2009, ISBN 978-3-442-31184-2.</li>
<li><a href="Wilhelm_Schmid_(Philosoph)" title="Wilhelm Schmid (Philosoph)">Wilhelm Schmid</a>: <i>Die Liebe neu erfinden.</i> Suhrkamp, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-518-42203-8. (Rezension: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/1306245/">dradio.de, Deutschlandfunk, Andruck, 1. November 2010, Annette Brüggemann: <i>Zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit.</i></a>)</li>
<li>Mari Ruti, <i>The Summons of Love.</i> Columbia University Press, New York 2011, ISBN 978-0-231-15816-9.</li>
<li><a href="Sre%C4%87ko_Horvat" title="Srećko Horvat">Srećko Horvat</a>, <i>Die Radikalität der Liebe.</i> Laika-Verlag, Hamburg 2016, ISBN 978-3-944233-54-3.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Psychologie">Psychologie</h3></div>
<ul><li><a href="Karl_Grammer" title="Karl Grammer">Karl Grammer</a>: <i>Signale der Liebe.</i> Dtv, München 1995, ISBN 3-423-30498-7.</li>
<li>Robert A. Johnson: <i>Traumvorstellung der Liebe. Der Irrtum des Abendlandes.</i> 3. Auflage. Walter, Olten u. a. 1988, ISBN 3-530-40391-1.</li>
<li><a href="Peter_Lauster" title="Peter Lauster">Peter Lauster</a>: <i><a href="Die_Liebe%3A_Psychologie_eines_Ph%C3%A4nomens" title="Die Liebe: Psychologie eines Phänomens">Die Liebe. Psychologie eines Phänomens</a>.</i> 35. Auflage. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2004, ISBN 3-499-17677-7.</li>
<li><a href="Harry_Harlow" title="Harry Harlow">Harry Harlow</a>: <i>Das Wesen der Liebe.</i> In: Otto M. Ewert (Hrsg.): <i>Entwicklungspsychologie.</i> Band 1. Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln 1972, S. 129–135.</li>
<li>Nadine Bauers: <i>Psychologische Aspekte der Liebe. Neuere Befunde</i>. jmb Verlag, Hannover 2016, ISBN 978-3-944342-86-3.</li>
<li>Frank Tallis: <i>Der unheilbare Romantiker und andere Geschichten aus der Psychotherapie</i>. Aus dem Englischen von Liselotte Prugger. btb, Gütersloh 2019.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Soziologie_und_Kulturgeschichte">Soziologie und Kulturgeschichte</h3></div>
<ul><li><a href="Georges_Bataille" title="Georges Bataille">Georges Bataille</a>: <i>Die Erotik.</i> Matthes &amp; Seitz, München 1994, ISBN 3-88221-253-5.</li>
<li><a href="Ulrich_Beck" title="Ulrich Beck">Ulrich Beck</a>, <a href="Elisabeth_Beck-Gernsheim" title="Elisabeth Beck-Gernsheim">Elisabeth Beck-Gernsheim</a>: <i>Das ganz normale Chaos der Liebe.</i> Suhrkamp, Frankfurt am Main 1990</li>
<li>Ulrich Beck, Elisabeth Beck-Gernsheim: <i>Fernliebe. Lebensformen im globalen Zeitalter.</i> Suhrkamp, Frankfurt am Main 2011.</li>
<li>Christoph Egen: <i>Zur Sozio- und Psychogenese der romantischen Liebesvorstellung in westeuropäischen Gesellschaften.</i> Cuvillier, Göttingen 2009, ISBN 978-3-86955-199-9.</li>
<li><a href="Werner_Faulstich" title="Werner Faulstich">Werner Faulstich</a> (Hrsg.): <i>Liebe 2000. Konzepte von Liebe in der populären Kultur heute.</i> Wissenschaftler-Verlag, Bardowick 2002, ISBN 3-89153-034-X.</li>
<li><a href="Peter_Fuchs_(Soziologe)" title="Peter Fuchs (Soziologe)">Peter Fuchs</a>: <i>Liebe, Sex und solche Sachen. Zur Konstruktion moderner Intimsysteme.</i> UVK, Konstanz 1999, ISBN 3-87940-663-4.</li>
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<li><a href="Karl_Otto_Hondrich" title="Karl Otto Hondrich">Karl Otto Hondrich</a>: <i>Liebe in den Zeiten der Weltgesellschaft.</i> Suhrkamp, Frankfurt am Main 2004.</li>
<li><a href="%C5%9Eeyda_Kurt" title="Şeyda Kurt">Şeyda Kurt</a>: <a href="Radikale_Z%C3%A4rtlichkeit" title="Radikale Zärtlichkeit">Radikale Zärtlichkeit</a>. Warum Liebe politisch ist. <a href="HarperCollins" title="HarperCollins">HarperCollins</a> 2021, ISBN 978-3-7499-0114-2.</li>
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<li>Svjetlan Lacko Vidulić: <i>Lieben heute.</i> Praesens Verlag, Wien 2007, ISBN 978-3-7069-0389-9.</li>
<li>Annemarie Leibbrand-Wettley, <a href="Werner_Leibbrand" title="Werner Leibbrand">Werner Leibbrand</a>: <i>Formen des Eros. Kultur- und Geistesgeschichte der Liebe.</i> (= Orbis academicus. Sonderbände 3/1-2). 2 Bände. Alber, Freiburg / München 1972, ISBN 3-495-47256-8.</li>
<li><a href="Regina_Mahlmann" title="Regina Mahlmann">Regina Mahlmann</a>: <i>Was verstehst du unter Liebe? Ideale und Konflikte von der Frühromantik bis heute.</i> Wiss. Buchgesellschaft / Primus Verlag, Darmstadt 2003, ISBN 3-89678-468-4.</li>
<li>Yvonne Niekrenz, Dirk Villányi (Hrsg.): <i>LiebesErklärungen. Intimbeziehungen aus soziologischer Perspektive.</i> VS Verlag, Wiesbaden 2008.</li>
<li><a href="Paul_Ridder" title="Paul Ridder">Paul Ridder</a>: <i>Sonette gegen Liebesschmerz. Bibliotherapie in der Medizingeschichte.</i> Verlag für Gesundheitswissenschaften, Greven 2008, ISBN 978-3-9807065-6-8.</li>
<li>Christian Schuldt: <i>Der Code des Herzens. Liebe und Sex in den Zeiten maximaler Möglichkeiten.</i> Eichborn, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-8218-5592-4.</li>
<li><a href="Kurt_Starke_(Sexualwissenschaftler)" title="Kurt Starke (Sexualwissenschaftler)">Kurt Starke</a>: <i>Nichts als die reine Liebe. Beziehungsbiographien und Sexualität im sozialen und psychologischen Wandel.</i> Pabst, Lengerich u. a. 2005</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Speziell_zur_romantischen_Liebe_als_Kulturphänomen"><span id="Speziell_zur_romantischen_Liebe_als_Kulturph.C3.A4nomen"></span>Speziell zur romantischen Liebe als Kulturphänomen</h3></div>
<ul><li>R. Baron, S. Zeki: <i>The neural basis of romantic love.</i> In: <i>NeuroReport.</i> Band 11, 2001, S. 3829–3834.</li>
<li><a href="Karl_Lenz_(Soziologe)" title="Karl Lenz (Soziologe)">Karl Lenz</a>: <i>Soziologie der Zweierbeziehung. Eine Einführung.</i> 2. Auflage. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2003, ISBN 3-531-33348-8.</li>
<li><a href="Niklas_Luhmann" title="Niklas Luhmann">Niklas Luhmann</a>: <i>Liebe als Passion. Zur Codierung von Intimität.</i> 7. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-518-28724-9.</li>
<li>Niklas Luhmann: <i>Liebe. Eine Übung.</i> Hrsg. von André Kieserling. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2008.</li>
<li>Francis E. Merrill, Mabel A. Elliott: <cite style="font-style:italic">Der Romantische Fehlschluss</cite>. In: B. Kuchler, S. Beher (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Soziologie der Liebe</cite>. Suhrkamp, Berlin 2014, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>338–363</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Liebe&amp;rft.atitle=Der+Romantische+Fehlschluss&amp;rft.au=Francis+E.+Merrill%2C+Mabel+A.+Elliott&amp;rft.btitle=Soziologie+der+Liebe&amp;rft.date=2014&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=338-363&amp;rft.place=Berlin&amp;rft.pub=Suhrkamp" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li>Hartmann Tyrell: <cite style="font-style:italic">Romantische Liebe – Überlegungen zu ihrer „quantitativen Bestimmtheit“</cite>. In: D. Baecker et al. (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Theorie als Passion</cite>. Frankfurt am Main 1987, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>570–599</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Liebe&amp;rft.atitle=Romantische+Liebe+-+%C3%9Cberlegungen+zu+ihrer+%E2%80%9Equantitativen+Bestimmtheit%E2%80%9C&amp;rft.au=Hartmann+Tyrell&amp;rft.btitle=Theorie+als+Passion&amp;rft.date=1987&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=570-599&amp;rft.place=Frankfurt+am+Main" style="display:none">&nbsp;</span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Love?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Liebe</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Liebe" class="extiw external" title="wikt:Liebe">Wiktionary: Liebe</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/ich_liebe_dich" class="extiw external" title="wikt:ich liebe dich">Wiktionary: ich liebe dich</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wikisource"></span></span></div><b><a href="https://de.wikisource.org/wiki/Liebe" class="extiw external" title="s:Liebe">Wikisource: Liebe</a></b>&nbsp;– Quellen und Volltexte</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size skin-invert-image" typeof="mw:File"><span title="Wikiquote"></span></span></div><b><a href="https://de.wikiquote.org/wiki/Liebe" class="extiw external" title="q:Liebe">Wikiquote: Liebe</a></b>&nbsp;– Zitate </div>
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<li>Alexander Moseley:&nbsp;<a rel="nofollow" class="external text" href="https://iep.utm.edu/love/"><i>Philosophy of Love.</i></a> In: James Fieser,&nbsp;Bradley Dowden (Hrsg.): <i><a href="Internet_Encyclopedia_of_Philosophy" title="Internet Encyclopedia of Philosophy">Internet Encyclopedia of Philosophy</a></i>.</li>
<li>Katarina Majerhold:&nbsp;<a rel="nofollow" class="external text" href="https://iep.utm.edu/love-his/"><i>History of Love.</i></a> In: James Fieser,&nbsp;Bradley Dowden (Hrsg.): <i><a href="Internet_Encyclopedia_of_Philosophy" title="Internet Encyclopedia of Philosophy">Internet Encyclopedia of Philosophy</a></i>.</li>
<li>Denis de Rougemont: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://xtf.lib.virginia.edu/xtf/view?docId=DicHist/uvaBook/tei/DicHist3.xml;chunk.id=dv3-13;toc.depth=1;toc.id=dv3-13;brand=default">Love</a>, in: <a href="Dictionary_of_the_History_of_Ideas" title="Dictionary of the History of Ideas">Dictionary of the History of Ideas</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
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<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Augustinus von Hippo: <cite style="font-style:italic">Des heiligen Kirchenvaters Aurelius Augustinus zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>2</span>. Kösel, Kempten/München 1914, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>752</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Liebe&amp;rft.au=Augustinus+von+Hippo&amp;rft.btitle=Des+heiligen+Kirchenvaters+Aurelius+Augustinus+zweiundzwanzig+B%C3%BCcher+%C3%BCber+den+Gottesstaat&amp;rft.date=1914&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=752&amp;rft.place=Kempten%2FM%C3%BCnchen&amp;rft.pub=K%C3%B6sel&amp;rft.volume=2" style="display:none">&nbsp;</span>(Originaltitel: De Civitate Dei. 5. Jahrhundert. Übersetzt von Alfred Schröder).</span>
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<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Hans_Peter_Syndikus" title="Hans Peter Syndikus">Hans Peter Syndikus</a>: <i>Catull. Eine Interpretation.</i> Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1984, Bd. 3, S. 9–13.</span>
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<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Paul Schmidle: <i>Caritas, Caritasverband</i>. In: <i><a href="Evangelisches_Kirchenlexikon" title="Evangelisches Kirchenlexikon">Evangelisches Kirchenlexikon</a></i>. Vandenhoeck &amp; Ruprecht, Göttingen 1984, Bd. 1, Sp. 634.</span>
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<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">vgl. <a href="David_Schnarch" title="David Schnarch">David Schnarch</a>: <cite style="font-style:italic">Die Psychologie sexueller Leidenschaft</cite>. 6. Auflage. Piper, München 2009, ISBN 978-3-492-25137-2.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Liebe&amp;rft.au=David+Schnarch&amp;rft.btitle=Die+Psychologie+sexueller+Leidenschaft&amp;rft.date=2009&amp;rft.edition=6&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9783492251372&amp;rft.place=M%C3%BCnchen&amp;rft.pub=Piper" style="display:none">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Über faire Liebe zu sich selbst und anderen siehe <a rel="nofollow" class="external text" href="http://ethify.org/content/love">Ethify your Love</a>, abgerufen am 25. März 2014.</span>
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<li id="cite_note-38"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-38">↑</a></span> <span class="reference-text">zum Beispiel bei <a href="J%C3%BCrgen_Gerhards" title="Jürgen Gerhards">Jürgen Gerhards</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-39"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-39">↑</a></span> <span class="reference-text">zum Beispiel bei Niklas Luhmann.</span>
</li>
<li id="cite_note-40"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-40">↑</a></span> <span class="reference-text">bei <a href="Frank_Becker_(Historiker)" title="Frank Becker (Historiker)">Frank Becker</a>/Elke Reinhardt-Becker, Jürgen Fuchs.</span>
</li>
<li id="cite_note-41"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-41">↑</a></span> <span class="reference-text">bei Günter Burkart, Cornelia Koppetsch.</span>
</li>
<li id="cite_note-42"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-42">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter Fuchs: <i>Liebe, Sex und solche Sachen. Zur Konstruktion moderner Intimsysteme</i>. Siehe Literaturverzeichnis.</span>
</li>
<li id="cite_note-43"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-43">↑</a></span> <span class="reference-text">Bernhard Dietrich Haage: <i>Liebe als Krankheit in der medizinischen Fachliteratur der Antike und des Mittelalters.</i> In: <i>Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.</i> Band 5, 1987, S. 173–208.</span>
</li>
<li id="cite_note-44"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-44">↑</a></span> <span class="reference-text">So zum Beispiel im Russischen, vgl. <a href="Alexander_Eliasberg" title="Alexander Eliasberg">Alexander Eliasberg</a> (Hrsg.): <i>Russische Liebesgeschichten</i>, Manesse Verlag, Zürich 1997, ISBN 3-7175-1348-6.</span>
</li>
<li id="cite_note-45"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-45">↑</a></span> <span class="reference-text">Bernhard Dietrich Haage: <i>Liebe als Krankheit in der medizinischen Fachliteratur der Antike und des Mittelalters.</i> In: <i>Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.</i> Band 5, 1987, S. 173–208, insbesondere ab S. 177 (zur „Liebeskrankheit“ <i>amor hereos</i>).</span>
</li>
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Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4035646-2">4035646-2</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/sh85078519">sh85078519</a></span> | <a href="Web_NDL_Authorities" title="Web NDL Authorities">NDL</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.ndl.go.jp/auth/ndlsh/00560099">00560099</a></span> </div>
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